Düren: Powervolleys-Coach Stefan Falter will die weiße Weste behalten

Düren : Powervolleys-Coach Stefan Falter will die weiße Weste behalten

Während die Spieler des Volleyball-Bundesligisten SWD Powervolleys am vergangenen Wochenende spielfrei hatten, bot ihr nächster Gegner an eben diesem Wochenende eine reife Leistung: Die Volleyball Bisons aus Bühl besiegten im Viertelfinale des DVV-Pokals die Netzhoppers aus Königs Wusterhausen glatt mit 3:0.

Sie stehen nun im Halbfinale des Wettbewerbs, in dem die Dürener nur noch zuschauen dürfen. Folglich sagt Powervolleys-Coach Stefan Falter: „Wir haben da Sonntag einen ganz harten Brocken vor unserer Brust.“

Der erste Blick auf die Tabelle zeigt einen deutschen Unterschied in der Platzierung: Die Hausherren stehen auf dem vierten Rang, die Gäste aus Bühl auf Platz sieben. Aber: Zwischen den beiden liegen nur ein Punkt und ein Satz.

Aber zweitens: Während die SWD Powervolleys Spitzenteams wie Meister Berlin Recycling Volleys und die United Volleys Rhein Main geschlagen haben, bezwangen die Bühler nur die Mannschaften, die die letzten drei Tabellenränge der höchsten deutschen Liga einnehmen.

Zwischentitel

Der Pokalsieg der Gäste gegen die Mannschaft des früheren Trainers Mirko Culic zeigt aber auch, dass die Bundesliga-Teams qualitativ enger zusammengerückt sind.

Die Bühler verdanken ihrer Steigerung vornehmlich einem Akteur aus dem Fernen Osten: Mit dem Japaner Masahiro Yanagida haben die Volleyballer aus dem Scharzwald einen der spektakuläreren Transfers in der Bundesliga während der Sommermonate getätigt. Die Popularität des japanischen Außenangreifers und Nationalspielers in seiner Heimat führte dazu, dass Fernsehreporter aus Nippon nach Bühl reisten, um über Yanagida zu berichten.

Dürens Stefan Falter ist von dem Japaner angetan: „Der Junge hat einen echten Kanonenarm. Sowohl im Angriff als auch im Aufschlag ist er eine Waffe.“ Nun drischt er die Bälle nicht mit brachialer Gewalt in das gegnerische Feld, aber die Schnelligkeit seiner Armbewegung macht ihn so gefährlich: „Da stehst du als Blockspieler vor großen Problemen“, sagt Stefan Falter.

Bei Düren sind aktuell alle zwölf Spieler fit. Und folgerichtig gilt für die Partie, die am Sonntag um 18 Uhr angepfiffen wird, dass die Powervolleys ihre weiße Heimweste behalten wollen.

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