Setzten sich für das Allgemeinwohl ein : Pop-Art Bilder mit Dürener Persönlichkeiten

Setzten sich für das Allgemeinwohl ein : Pop-Art Bilder mit Dürener Persönlichkeiten

Zwei Bilder — zwei Teile einer Geschichte: Seit fast zehn Jahren werden an der Bischöflichen St. Angela-Schule regelmäßig Bilderpaare mit den Porträts verschiedener Persönlichkeiten und eine Darstellung ihrer Erfolge und Wirkungsgebiete angefertigt.

Das Schulgelände an der Bismarckstraße zieren bereits Größen wie Marie Curie und Marilyn Monroe, nun wurden auch bedeutsame Dürenerinnen und Dürener künstlerisch verewigt.

Vier Personen, die sich für das Allgemeinwohl eingesetzt haben, zieren nun in einem modernen Pop-Art-Stil das Foyer und die Vitrine am Eingang des Rathauses. Das Projekt fand im Rahmen des Masterplans statt, der neben aufwendigen Baumaßnahmen auch kulturelle Projekte zur Verschönerung der Innenstadt fördert.

„Schüler prägen das Dürener Stadtbild entscheidend, und wir freuen uns immer, wenn sie sich auch an ihrer Gestaltung beteiligen“, sagte Bürgermeister Paul Larue (CDU). „Für mich als Historiker ist dieses Projekt besonders erfreulich, da interessante Persönlichkeiten aus Dürens Geschichte, die vielleicht nicht jeder kennt, ins Rampenlicht gestellt werden.“

Im Rathaus ausgestellt

Die Bilder, die zunächst im Rathaus ausgestellt sind, zeigen vier historische Dürener Persönlichkeiten: Wilhelm Mecker (1839 bis 1898) war der ersten Direktor der rheinischen Provinzial-Blindenanstalt und schaffte neue Ausbildungschancen für blinde Menschen.

Anna Schoeller (1849 bis 1911), die Ehefrau des Fabrikanten Schöller, engagierte sich sozial und stiftete unter anderen ein Blindenheim. Außerdem finden sich Oberbürgermeister August Klotz (1857 bis 1925) und Dr. Antonie Krebs (1857 bis 1925), Lehrerin und eine der ersten promovierten Naturwissenschaftlerinnen, auf den Kunstwerken.

Der Gestaltungsprozess der Bildpaare fand in vielen kleinen Schritten statt, wie Katharina Steffens, die damals im Oberstufen-Grundkurs dabei war, erklärt: „Zunächst haben wir recherchiert und uns eine Person ausgesucht“, erklärte die ehemalige Angela-Schülerin, die inzwischen aber schon ihr Abitur gemacht hat. „Dann haben wir Bilder von Porträts oder Büsten aus dem Internet digital bearbeitet und mit einem Beamer an eine Wand geworfen. Dieses große Bild haben wir dann zunächst abskizziert und mit Farbe gefüllt.“

Die Farbwahl fiel dabei manchmal spontan aus, manchmal genau auf die Person bezogen, wie im Fall von Dr. Antonie Krebs. Die Wissenschaftlerin schrieb unter anderem über Kobalt und so ergab sich für ihr Kunstwerk die Farbe Kobaltblau.

Auch in der Zukunft soll das Kunstprojekt unter der Leitung von Lehrer Herbert Richter weitergeführt werden. Bei den ersten Recherchen wurden insgesamt 14 Dürener Persönlichkeiten aus verschiedenen Wirkungsgebieten gefunden.

Die verbleibenden zehn Frauen und Männer sollen ebenfalls künstlerisch dargestellt und vielleicht auch in der Stadt Düren an historisch passenden Plätzen ausgestellt werden.

(km)
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