Düren: Polizei verzeichnet auf der Annakirmes mehr Einsätze als im Vorjahr

Düren : Polizei verzeichnet auf der Annakirmes mehr Einsätze als im Vorjahr

Auch in diesem Jahr hatte die Polizei rund um die Annakirmes in Düren alle Hände voll zu tun. Insgesamt wurden dabei mehr Einsätze als im Vorjahr verzeichnet. Besonders ging es dabei um Waffen, Drogen und Platzverweise.

Laut Polizeibericht wurden im Verkehrsbereich 203 Verstöße gegen die vorgeschriebene Geschwindigkeit registriert. 2017 waren es noch 247 Autofahrer, die zu schnell unterwegs waren. Außerdem mussten 30 Autos abgeschleppt werden, da sie beispielsweise Taxistände oder Behindertenparkplätze blockierten. Die Anzahl der Diebstahldelikte blieb im Vergleich zum Vorjahr gleich, die Zahl der Körperverletzungen ist von zehn auf acht Delikte zurückgegangen.

Einen deutlichen Anstieg gab es bei Verstößen gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz zu verzeichnen. In insgesamt zehn Fällen wurden bei den Kirmesbesuchern Messer, Schlagstöcke oder ähnliche Waffen sichergestellt. Im Jahr 2017 erstatteten die Beamten nur eine Anzeige in diesem Bereich. Elf Kirmesbesucher führten Drogen mit sich, im Vorjahr waren es nur vier. Insgesamt 53 Menschen mussten des Kirmesplatzes verwiesen werden. 2017 geschah dies nur 28 Mal.

Respektloses Verhalten mussten sich die Beamten am Sonntag gegen 1.45 Uhr gefallen lassen, als sie zu einem Einsatz ins Annazelt gerufen wurden. Die Stimmung im Zelt war bereits bei Eintreffen der Polizisten angespannt. Grund dafür waren stark betrunkene Besucher. Insbesondere ein 29 Jahre alter Mann aus Düren verhielt sich aggressiv und schrie lautstark.

Er hielt den Beamten sein Handy ins Gesicht, um diese zu filmen. Auf die Aufforderung, dies zu unterlassen und sich auszuweisen, reagierte er nicht und ballte stattdessen aggressiv seine Fäuste gegenüber einem der Beamten. Mittels einfacher körperlicher Gewalt konnte er dann doch noch fixiert und in Gewahrsam genommen werden. Dabei beschimpfte er die Polizisten „lautstark mit Begriffen, die an dieser Stelle nicht genannt werden sollten“, so ein Pressesprecher der Polizei in Düren. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,44 Promille.

Auch am Sonntag wurde ein 47-Jähriger auf dem Kirmesplatz ausgeräumt. Gegen 14.15 Uhr war der Mann in der Mitte des Platzes unterwegs, als drei Männer auf ihn zukamen. Einer von ihnen stellte sich hinter den Dürener, während die anderen beiden vor ihm blieben. Er wurde angerempelt und auf die Frage, was das solle, schließlich zu Boden gestoßen. Die drei Unbekannten liefen in Richtung Hundeplatz davon.

Der 47-Jährige stellte daraufhin fest, dass seine Geldbörse fehlte. Die Männer werden als südosteuropäisch aussehend beschrieben mit kurzen, dunklen Haaren. Der Mann, der sich hinter dem Dürener aufgebaut hatte, war „nicht sehr groß und hatte eine durchtrainierte Figur“, wie es im Polizeibericht beschrieben ist. Einer der Männer trug eine lange, schwarze Tarnhose und ein metallicfarbenes T-Shirt mit einem „S“ für Superman darauf. Er hatte zudem an der rechten Wange eine deutlich erkennbare, etwa zehn Zentimeter lange Narbe. Er war etwa 25 Jahre alt und hager.

Der dritte im Bunde konnte nicht näher beschrieben werden. Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben, oder Angaben zu den Tatverdächtigen machen können, werden gebeten, sich mit der Polizei zur Bürodienstzeit unter der Rufnummer 02421/949-8514 in Verbindung zu setzen. Außerhalb dieser nimmt die Leitstelle unter der Rufnummer 02421/949-6425 die Hinweise entgegen.

(red/pol)
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