Polizei gibt Tipps zum Schutz vor Einbrechern

Aktion „Riegel vor - Sicher ist sicherer“ : Plakette „Zuhause sicher“ zeigt Einbrechern: Hier kommst du nicht rein

„Die Bedürfnisse der Mieter haben sich verändert. Bei Besichtigungsterminen wird immer wieder auch gefragt, wie sicher ist die Wohnung denn“, erklärt Dagmar Runge. Die Geschäftsführerin des Dürener Bauvereins weiß, wovon sie spricht.

Sie verwaltet mit ihrem Team rund 1400 Wohnungen in Düren. „Wir sind in der Vergangenheit immer wieder auf Defizite in einzelnen Wohnungen aufmerksam gemacht worden, hatten aber kein einheitliches Konzept.“ Das aber hat sich geändert.

Der Dürener Bauverein hat sich an der Initiative „Zuhause sicher“ der Polizei beteiligt, von Kriminalhauptkommissar Dietmar Schorn vom Kommissariat Kriminalprävention beraten lassen und die Hinweise bei der Sanierung der Mehrfamilienhäuser an der Pestalozzistraße im Dürener Grüngürtel sofort beherzigt. „Und noch ein bisschen mehr“, betont Dagmar Runge. „Denn wir wollten unbedingt die Plakette „Zuhause sicher“ bekommen, die Einbrechern schon an der Tür zeigt, dass sie sich an diesem Objekt die Zähne ausbeißen werden, und die unseren Mietern ein gutes Sicherheitsgefühl geben soll.“

Den zusätzlichen Sicherheitsaspekt hat sich der Bauverein bei der millionenschweren Sanierung rund 100.000 Euro zusätzlich kosten lassen, zwischen 1500 und 2000 Euro je Wohnung, erklärt Architekt Detlef Thalheim. „Dafür wurde insbesondere der mechanische Einbruchschutz an den Hauseingangstüren, den Fenstern und Balkontüren und den Wohnungstüren verbessert“, erklärt Dietmar Schorn, der mit seinen Kollegen in diesem Jahr bereits rund 120 Bauherrn kostenlos beraten hat. „70 Prozent derjenigen, die sich beraten lassen, setzen unsere Hinweise dann auch um“, betont der Hauptkommissar, sei es bei einem Neubau oder einer Sanierung.

Werden alle Punkte erfüllt, winkt als Lohn die Plakette „Zuhause sicher“. Und die hat durchaus eine Außenwirkung, betont Schorn. Sie zeige Einbrechern, hier kommst Du nicht rein. Und das bestätigte sich in 80 Prozent aller Fälle.

Wie wichtig das Thema Einbruchschutz nicht nur, aber auch mit Blick auf die dunkle Jahreszeit bei Mietwohnungen ist, verdeutlicht Jörg Malejka, Leiter der Direktion Kriminalität, mit Blick auf eine Studie seiner Kölner Kollegen, nach der Einbrecher es in Zweidrittel aller Fälle auf Mietwohnungen abgesehen haben. Daher appelliert die Polizei vor allem an die Vermieter, sich beim Thema Einbruchschutz von den Experten des Kommissariats Kriminalprävention (Terminabsprache unter: 02421/949-8700) beraten zu lassen.

Die zahlreichen Maßnahmen auch der Dürener Polizei im Kampf gegen Einbrüche verfehlen ihre Wirkung im Übrigen nicht: 2017 war die Zahl der Wohnungseinbrüche mit 632 auf den niedrigsten Stand seit zehn Jahren gefallen, 2018 registrierte die Behörde bis Ende September 459. Zum Vergleich: 2010 und 2011 waren es mehr als 1000.

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