Pokalderby am 1. Mai: 1. FC Düren erwartet Alemannia Aachen

1. FC Düren gegen Alemannia Aachen : Extratribünen für das Pokalderby

Die ehrwürdige Westkampfbahn hat das Pokalderby schon einmal gesehen: Vor 55 Jahren hatte Düren 99 gerade den frisch gebackenen Bundesligisten Borussia Mönchengladbach mit Heynckes, Netzer und Trainer Hennes Weisweiler aus dem Pokalwettbewerb geworfen und trat nun gegen Alemannia Aachen an. Ergebnis: 0:4.

So soll das aktuelle Halbfinale im Mittelrhein-Pokal natürlich nicht ausgehen. Jedenfalls nach den Vorstellungen der Verantwortlichen beim Dürener Nachfolgeverein 1. FC Düren.

Am 1. Mai um 15 Uhr ist es soweit, wenn die Dürener Gastgeber wieder an der Mariaweiler Landstraße auf die Alemannen treffen, die auch nicht mehr das sind, was sie damals waren. Auch wenn also jetzt ein Sechstligist gegen einen Vertreter der vierten Liga antritt, macht allein der Derbycharakter diese Partie zu etwas Besonderem.

FCD-Präsident Wolfgang Spelthahn rechnet mit wenigstens 3000 Zuschauern, hält auch 5000 für möglich, bei 10.000 wäre die Kapazität erschöpft. Deshalb reicht auch die historische Holztribüne nicht, auf der neben den Sponsoren- und VIP-Plätzen noch 200 Sitzplätze frei sein werden. An dieser Stelle springen die Sparkasse Düren und die Stadtwerke Düren ein, die jeder eine Zusatztribüne für jeweils 516 Plätze aufbauen werden.

Mehr als 1000 Gästefans

Eine davon wird für die Gästefans reserviert sein, von denen insgesamt über 1000 erwartet werden. Auf allen Tribünen werden die Plätze nicht nummeriert sein, so dass es sich lohnt, seinen Platz früh einzunehmen. Zwei getrennte Eingänge werden ab 13 Uhr offen sein. Sitzplatzkarten kosten 16 Euro (ermäßigt zwölf), ein Stehplatz zehn (sieben) Euro. Kinder zahlen auf den Stehplätzen nichts. Zu haben sind die Karten ab sofort in der Serviceagentur des Medienhauses am Kaiserplatz.

„Neue Hymne“

Vor Spielbeginn präsentieren die Gastgeber ihre neue Hymne, die Reiner und Kevin Mörkens von der Band „Echte Fründe“ komponiert und getextet haben. „Als gute Gastgeber werden wir aber auch die Hymne der Alemannia spielen“, betont Wolfgang Spelthahn das Bemühen der Dürener, dem Spiel bei aller sportlichen Bedeutung einen fairen Rahmen zu geben. Das unterstützen auch die Aachener, die bei der Präsentation mit Daniel Kosch (verantwortlich für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit) und Fanbetreuer Lutz van Hasselt vertreten waren. Als Stadionsprecher wurde übrigens mit Professor Dr. Stefan Kaußen ein ausgewiesener Fachmann verpflichtet.

Bei der nicht ganz einfachen Suche nach Parkplätzen stehen die Verantwortlichen noch mit zahlreichen Unternehmen in der Umgebung der Westkampfbahn in Verhandlung. Auf jeden Fall raten sie aber dazu, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Für die Aachener Fans stehen Shuttle-Busse vom Bahnhof zur Verfügung, die natürlich auch Dürener Anhänger nutzen können.

(kel)
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