Düren: Plädoyer für eine englischsprachige Kindergartengruppe

Düren: Plädoyer für eine englischsprachige Kindergartengruppe

„Das Sprachenfenster ist bei Kindern zwischen drei und fünf Jahren besonders offen, das heißt, sprachliche Erziehung beginnt am besten dort“. Thomas Floßdorf, CDU-Politiker, Gymnasiallehrer und Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses der Stadt Düren, will dieses „Sprachenfenster“ nutzen. Zumindest möchte er für Düren ein entsprechendes Angebot schaffen.

Er plant die Einrichtung einer englischsprachigen Kindergartengruppe in Düren. „Es gibt in anderen Städten private Kindertagesstätten“, so Floßdorf, „in den mit den Kindern nur Englisch oder auch in einer anderen Sprache gesprochen wird. Mein Ziel ist es aber, das kommunal anzubieten, das heißt auch zum herkömmlichen Kindergartenbeitrag. Für die Eltern sollen keine zusätzlichen Kosten entstehen.“

Das, so Floßdorf weiter, sei möglich, weil der Personalschlüssel in einer englischsprachigen Kindergartengruppe der selbe sei, wie in einer deutschsprachigen. Floßdorf: „Denkbar ist, dass wir eine englische Erzieherin für diese Gruppe finden. Oder dass wir deutsche Erzieherinnen entsprechend schulen. Ziel ist jedenfalls, dass mit den Kindern im Kindergarten ausschließlich Englisch gesprochen wird.“

Kosten, so der Politiker, würden also nur für eventuelle Fortbildungen und Sachmittel, also Bücher und Spiele, die ja allesamt in englischer Sprache angeschafft werden müssten entstehen. „Das“, so Floßdorf, „ist aber ja ein überschaubarer Rahmen.“

Schon bei der Ratssitzung am Dienstag, 1. Oktober, möchte Thomas Floßdorf einen Antrag für die englischsprachige Kindergartengruppe einbringen, danach muss dann der Jugendhilfeausschuss entscheiden. „Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass der Jugendhilfeausschuss zustimmt“, so Floßdorf.

Danach würden sämtliche Kindergartenträger befragt, ob sie Interesse hätten, eine englischsprachige Gruppe einzurichten. „Ich hoffe“, so Floßdorf, „dass wir zum Kindergartenjahr 2014/2015 mit der Projektgruppe starten können.“ Das neue Angebot soll selbstverständlich für alle Stadtteile offen sein. „Bis jetzt ist ja wohnortnahe Versorgung einer unserer Grundsätze“, so Floßdorf.

„Aber die englischsprachige Gruppe ist für alle Stadtteile offen.“ Floßdorf ist zuversichtlich, dass in Düren genügend Bedarf für das geplante Angebot ist. „Was ich bisher schon an Reaktionen bekommen habe, gibt es mindestens Bedarf für 20 Plätze, wenn nicht sogar für 40.“