Hürtgenwald-Straß: Peilomat macht in Straß Jugendarbeit

Hürtgenwald-Straß: Peilomat macht in Straß Jugendarbeit

„Ich freu mich auf das Konzert. Ich glaube, das wird von der Stimmung richtig nett.” Florian Peil kommt zurück in die Heimat. Am Freitag, 8. Juli, spielt er mit seiner Band „Peilomat” im Hürtgenwalder Ortsteil Straß.

Auf dem Dorfplatz. Genauer gesagt im Zelt. Noch genauer gesagt beim 125. Schützenfest der Straßer St.-Donatus-Schützen (20 Uhr, Eintritt 8 Euro).

„Die Jungschützen wollten an einem Abend des Schützenfestes mal etwas für die Jugend tun”, sagt Florian Peil, „und haben bei uns angefragt. Wir hatten den Termin noch frei und haben zugesagt. Das ist die ganze Geschichte.”

„Peilomat”, so Florian Peil weiter, habe schon häufiger in Festzelten gespielt. „Zuletzt bei unserem Bassisten. Der kommt aus Bitburg. Das ist ja auch in der Eifel. Für uns ist das einfach eine lustige Aktion.” Klar, dass Florian Peil mit seinen Mitstreitern in Straß ein ganz normales Konzert geben wird, trotzdem glaubt er, dass der Auftritt in seiner Heimatgemeinde etwas Besonders sein wird. „Es ist einfach etwas anderes vor völlig fremden Menschen aufzutreten, als vor Leuten, die man kennt. Und ich bin sicher, dass viele Freunde und Bekannte von früher zu unserem Konzert kommen werden. Und meine Familie natürlich sowieso.”

„Peilomat” spielt beim Schützenfest Stücke ihrer neuen Platte, im April ist die aktuelle CD „Ich-Erzähler” erschienen, vor kurzem mit „Petrus und Rudi Carell” gerade die zweite Single-Auskopplung. „Das Lied handelt davon”, erzählt Florian Peil, „dass Petrus und Rudi Carell zusammen auf einer Wolke sitzen. Und am Schluss sagt der Petrus dann zum Rudi Carell, dass es wieder Sommer wird. Deswegen heißt das Lied so.”

Die neue CD ist bei einem Hamburger Plattenlabel erschienen, mit dem Verkauf, so Peil ziemlich unumwunden „lief es schon mal besser.” „Wir sehen im Internet, dass unsere Lieder viel geklickt werden. Ich freue mich, wenn die Leute unsere Musik hören, aber es wäre natürlich sehr schön, wenn sie die Platte auch kaufen würden.”

Von „Peilomat”, so Florian Peil, könne er nicht leben. „Aber das muss ich ja auch nicht. Mein Geld verdiene ich im Tonstudio. Aber die Band trägt sich immerhin selbst. Wir müssen nichts draufzahlen.” Gerade haben die Musiker von „Peilomat” fünf Konzerte gespielt, im Herbst planen sie eine weitere Tour.

Direkt nach dem Konzert in Straß fährt die Band nach Mainz, wo ein Auftritt in „ZDF-Fernsehgarten” auf dem Programm steht. „Wir sind da schon einmal aufgetreten und haben uns gründlich überlegt, ob wir das noch mal machen sollen.” Die Sendung, so Florian Peil, würde aber immerhin von ein paar Millionen Leuten geguckt. „Und das kann ja auf keinen Fall schaden.”

„Peilomat” hat schon mit „Tokio Hotel” gespielt

„Peilomat”, das sind neben Florian Peil noch Bassist Sebastian Wagner und Schlagzeuger Tobi Danne.

Die Band hat sich 2004 gegründet und seit dem zwei CDs auf den Markt gebracht.

Im Herbst 2005 haben die Musiker um Florian Peil den „Deutschen Rockpreis” gewonnen. Danach teilten sie sich die Bühne mit Bands wie „Silbermond” und „Revolverheld”. Vor vier Jahren haben sie im Vorprogramm von „Tokio Hotel” gespielt.

Ihren WM-Song mit Elton vom vergangenen Jahr will „Peilomat” nicht reaktivieren. „Unser WM-Song ist nicht so toll gelaufen”, so Florian Peil. Trotzdem ist die Frauen-Weltmeisterschaft für den Sänger ein Thema. „Ich finde die Plakate lustig, wo drauf steht Jungs, wir rächen euch. Auf jeden Fall werde ich mir Spiele der Frauen angucken.”