Düren: Paul Larue feiert deutlichen Sieg

Düren : Paul Larue feiert deutlichen Sieg

Paul Larue wird die nächsten sechs Jahre in Düren als Bürgermeister regieren. Mit 62,7 Prozent konnte der 53-Jährige sein Ergebnis von 2004 noch einmal leicht verbessern (plus 2,5).

SPD-Herausforderer Henner Schmidt kam auf 29,1 Prozent (+ 2,6), die Grünen-Kanidatin Verena Schloemer fuhr 8,1 Prozent der Stimmen ein (+3,4).

Die CDU büßte ihre absolute Mehrheit, die sie seit zehn Jahren inne hat, ein. Die Christdemokraten mussten einen Stimmenverlust von sechs Prozent hinnehmen. Dennoch gab sich die Parteispitze zufrieden. „Wir liegen mit unserem Ergebnis über dem Landestrend”, sagte Parteichef Thomas Rachel. Fraktions-Vorsitzender Karl-Albert Eßer meinte, dass es in der heutigen Zeit „enorm schwierig sei, absolute Mehrheiten einzufahren”.

Dürens SPD erreichte 28,3 Prozent (+0,1). Auch die sozialdemokratische Parteispitze konnte dem Ergebnis etwas Positives abgewinnen. „Unser Ziel war es, die absolute Mehrheit der CDU zu brechen, das haben wir erreicht”, sagte Henner Schmidt.

Grünen-Bürgermeister-Kandidatin Verena Schloemer fühlte sich angesichts ihres Stimmengewinnes bestätigt. „Es war richtig anzutreten”, sagte sie. Vielleicht sei die Zeit in ein paar Jahren reif für eine Dürener Bürgermeisterin.

Auch die FDP konnte einen Stimmenzuwachs verbuchen. Parteichef Hubert Cremer, der erstmals in den Stadtrat einzieht, sagte am Abend zu einer möglichen Koalition mit der CDU: „Wir sind gesprächsbereit. Aber jetzt wollen wir erst einmal einen lustigen Abend feiern.” Karl-Albert Eßer, der CDU-Fraktionschef, wollte sich noch nicht festlegen. Es sei zu früh, über Koalitionen nachzudenken. In Ruhe würden nun das Wahlergebnis analysiert, dann werde man weitersehen.

Dürens SPD-Parteichef Ulf Opländer sagte: „Wir können gegen den Landestrend nichts ausrichten.” Außerdem sei es nicht gelungen, die Themen des Wahlkampfes „in die Breite der Bevölkerung zu transportieren.”

Bürgermeister-Kandidat Schmidt erklärte, seine Partei sei die Einzige gewesen, die „überhaupt konkrete Themen” benannt habe.

Der alte und neue Bürgermeister Paul Larue hob „den fairen Wahlkampf” hervor. Er habe Respekt vor seinen beiden Herausforderern. „Die Menschen in Düren kennen mich seit zehn Jahren und wissen, wie ich das Amt des Bürgermeisters ausfülle.” Er sei deshalb „sehr dankbar, dass mir erneut das Vertrauen geschenkt wurde”. Mit der Führung seiner Partei ginge er „im Gleichschritt”. Das sei wichtig. „Die Leute wollen speziell in der Stadtentwicklung kein Gezänk.”

Dass die NPD mit einem Mandat in den Dürener Rat einzieht, bezeichnete Larue als „äußerst traurig”. Nun komme es darauf an, die „demokratischen Werte zu leben”. Larue gab sich überzeugt, dass es bei den sonstigen Parteien „dafür im Rat eine große Übereinkunft gibt”. Er würde nun „noch mehr für Düren arbeiten”.