Düren: Patientenforum: Gelenk-Operation steht im Mittelpunkt

Düren: Patientenforum: Gelenk-Operation steht im Mittelpunkt

Das Leben nach der Gelenk-Operation interessierte die rund 150 Besucher des Patientenforums im Krankenhaus Düren ganz besonders.

„Fortgeschrittener Verschleiß, zunehmende Schmerzen und großer Leidensdruck sind die Indikatoren für eine Kunstgelenk-Operation“, sagte Dr. Michael Alefeld, Leitender Oberarzt der Klinik. Ob jedoch nur eine Operation die Schmerzen beenden kann, müsse im intensiven Patientengespräch, der körperlichen Untersuchung und durch Röntgenaufnahmen entschieden werden. Daneben werde geprüft, ob Gewichtsreduktion, Krankengymnastik, Sport oder Medikamente erfolgversprechend sind, bevor ein künstliches Gelenk eingesetzt wird.

„Ganz sicher wird nur operiert, wenn es keine Alternative gibt“, ergänzte Dr. Bertram Barden, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie. Seit 50 Jahren sei der Einsatz von Kunstgelenken (Endoprothetik) eines der erfolgreichsten Operationsverfahren in der Medizin.

„Das Krankenhaus Düren ist besonders auf diese Operation spezialisiert und wurde von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Othopädische Chirurgie als Endoprothetikzentrum. Diese Auszeichnung erhält nur, wer viel Erfahrung auf diesem Gebiet hat und Qualitätsarbeit liefert“, betonte der Chefarzt, der auch über Vor- und Nachteile unterschiedlicher Kunstgelenk-Arten und über die vielfältigen Schritte zur Sicherheit der Patienten informierte.

Dazu gehören hygienische Maßnahmen, die Dr. Bernhard Heising in einem eigenen Vortrag vorstellte. Er leitet das Zentrum für Infektiologie und Krankenhaushygiene als einer der ersten speziell ausgebildeten Krankenhaushygieniker des Landes. Wichtig für die erfolgreiche Behandlung seien auch die Physiotherapie und die Sporttherapie, ergänzte Dr. Barden.

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