Kreis Düren: Orkantief „Friederike“ richtet keine größeren Schäden an

Kreis Düren : Orkantief „Friederike“ richtet keine größeren Schäden an

Umherfliegender Müll, herabfallende Dachziegel, verwehte Äste auf Straßen und mit Gegenwind kämpfende Fußgänger — so sahen in und um Düren die häufigsten Symptome von „Friederike“ aus. Schon wenige Kilometer weiter, im nördlichen Kreisgebiet, hatte das Sturmtief größere Folgen.

Die Feuerwehr-Leitstelle des Kreises Düren in Stockheim hatte bis 13.30 Uhr insgesamt 115 Einsätze zu verzeichnen. Laut Teamleiter Stefan Nepomuck waren dabei in den 15 Kommunen des Kreises 260 Einsatzkräfte im Einsatz. Die Polizei meldet mehr als 20 Einsätze, darunter war nur ein Verkehrsunfall: Im Bereich Dürboslar war ein nicht beladener Kleinlaster mit Plane von der Fahrbahn geweht worden. Im angrenzenden Acker kam das Fahrzeug zum Liegen, der Fahrer wurde dabei nicht verletzt.

Im Kreis Düren seien keine Personen verletzt worden, meldete die Feuerwehr, Einsatzgründe waren in der Hauptsache entwurzelte Bäume oder lose Dachpfannen. Teile eines Daches wurden zum Beispiel Fahrzeugen an der Kirchstraße in Nideggen-Berg zum Verhängnis (Foto rechts). An der Ecke Kämergasse/Oberstraße, wurde der Fußweg nahe der Kita St. Anna wegen herabstürzender Dachziegel gesperrt.

Schulen schlossen früher

Den Schulen war freigestellt worden, wie sie auf den Sturm reagieren. In Düren haben sich beispielsweise die Grundschule in Derichsweiler sowie die Anne-Frank-Gesamtschule und die Heinrich-Böll-Gesamtschule entschieden, die Schüler frühzeitig nach Hause zu schicken. Der öffentliche Nahverkehr war sturmbedingt extrem eingeschränkt. Da die Deutsche Bahn „zum Schutz von Fahrgästen sowie zur Vermeidung von Schäden an Fahrzeugen und der Infrastruktur“ präventiv keine Züge in NRW fahren ließ, waren rund 250 Personen im Bahnhof Düren gestrandet.

Einige Mitarbeiter des „Medical Service Düren“ kümmerten sich im Auftrag der Deutschen Bahn um die Fahrgäste, die in den Zügen und in der Bahnhofshalle warteten. Zunächst wurde ihnen als grobe Richtlinie eine Wartezeit von etwa drei Stunden angekündigt. Im Laufe des Nachmittags teilte die Deutsche Bahn dann aber mit, dass der Bahnverkehr in NRW nicht mehr am gleichen Tag wieder aufgenommen werden könne. Auch am heutigen Freitag sollen Kunden noch mit Einschränkungen rechnen. Die Beseitigung der Sturmschäden läuft.

(wel)
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