Düren: Nur in der Oststraße läufts nicht nach Plan

Düren: Nur in der Oststraße läufts nicht nach Plan

Die Großbaustelle in der Dürener Innenstadt kommt gut voran. Die Stürtzstraße und die Bonner Straße sind zwischen Polizeigebäude und der querenden Hohenzollernstraße bereits fertig gestellt. Am restlichen Stück der Bonner Straße wird noch fleißig gewerkelt. Lediglich in der Oststraße tut sich derzeit nichts.

„In der Oststraße sollten die Bauarbeiten bereits am 16. August wieder aufgenommen werden. Leider hat das damit beauftragte Unternehmen bis jetzt nicht wieder angefangen”, bedauert Heiner Wingels, Leiter des Dürener Tiefbauamtes. „Wir haben der Firma eine Frist bis zum 31. August gesetzt. Wenn sich bis dahin immer noch nichts tut, wird es Konsequenzen geben.”

Nach der bisherigen Planung sollte die Oststraße bis Mitte oder Ende November komplett fertig sein. Ob der Termin eingehalten werden kann, hängt von der weiteren Entwicklung ab. Wingels: „Wir werden jedenfalls alles dafür tun, dass eine erhebliche Verzögerung vermieden wird.”

Planmäßig fertig geworden sind die Stürtzstraße und der erste Teil der Bonner Straße. Selbst die am Dienstag begonnenen Markierungsarbeiten sind bereits abgeschlossen, so dass der Verkehr auf diesem Teilstück der bedeutenden innerstädtischen West-/Ostachse seit Mittwoch wieder ungehindert fließen kann. Für die von der Baustelle seit dem Januar betroffenen Auto- und Lkw-Fahrer ist das eine Wohltat, denn die Kurverei weiträumig um die gesperrten Straßen herum hat ein Ende.

Damit dürfte auch ein Problem erledigt sein, das Heidi Meier-Grass, Ratsmitglied für die „Bürger für Düren”, in letzter Zeit umgetrieben hat: Große Lastwagen „verfransten” sich wegen der Sperrung (und vermutlich wegen ihrer „Navis”) mitunter in der Innenstadt und kamen zum Beispiel in der engen Jesuitengasse nur mühsam in „Millimeterarbeit” voran.

Die anderen Straßen- und/oder Kanalbaustellen im Stadtgebiet machen sichtbare Fortschritte, so zum Beispiel in der Breslauer Straße im Satellitenviertel und im Annabergweg in der Rölsdorfer Siedlung.

An 14 Stellen im Stadtgebiet werden zudem Fahrbahnbeläge zum Teil großflächig erneuert. Sieben dieser Punkte sind bereits „abgearbeitet”, die anderen folgen sukzessive.

Bei diesen Erneuerungs- und Instandsetzungsarbeiten sind die Verkehrsbehinderungen und Sperrungen für gewöhnlich auf wenige Tage begrenzt.

Darüber hinaus setzt das Tiefbauamt in diesem Jahr insgesamt 24 Brücken im Stadtgebiet in Stand. Es handelt sich dabei vorwiegend um fällige Unterhaltungsarbeiten, die nicht besonders viel Zeit in Anspruch nehmen. Größere Schäden weist keine dieser Brücken auf. Schon gar nicht ist irgendwo eine komplette Erneuerung nötig.

Wars das jetzt mit größeren Straßenbaustellen in Düren für dieses Jahr? Nein. Im Herbst wird die Altmünsterstraße in Niederau umfassend erneuert. Und auch am „Kriegerdenkmalplatz”, der künftig „Platz der Deutschen Einheit” heißen soll, wird in den Herbstferien wieder gearbeitet.

Dort ist, wie der Leiter des Tiefbauamtes berichtet, die Erneuerung der Fahrbahndecke in der Phillippstraße bei gleichzeitiger Änderung der Fahrstreifeneinteilung vorgesehen. Auch im kommenden Jahr hat das Tiefbauamt eine Menge zu tun.

Nicht nur, dass die Straßenunterhaltungsmaßnahmen fortgesetzt werden; es gibt auch wieder ein richtig großes Projekt: die vollständige Erneuerung der Roonstraße zwischen der Schoellerstraße und der Yorkstraße, inklusive der Umgestaltung des Goebenplatzes gegenüber dem Krankenhaus.

Der Baubeginn ist für das Frühjahr vorgesehen - frühestens aber dann, wenn auch die Oststraße wieder uneingeschränkt dem Verkehr zur Verfügung steht.