Nur für die Briefwahl aus Hawaii ist es in Düren jetzt zu spät

Düren vor der Europawahl : Nur für die Briefwahl aus Hawaii ist es jetzt zu spät

Vom Briefwahlbüro in der vierten Etage des Bürgerbüros aus hat man eine herrliche Aussicht über Markt und Kölnstraße. Zeit zum Genießen bleibt den Mitarbeitern dort aber nicht, schließlich gibt es kurz vor der Europawahl noch einiges zu tun.

Die Leiterin des Briefwahlbüros, Bettina Carl, erreichte erst gestern noch eine Anfrage aus Hawaii.

„Im besten Falle braucht die Post in die USA vier Tage“, weiß Carl aus Erfahrung. Deshalb wären die Briefwahlunterlagen nicht rechtzeitig hin- und zurückgekommen und sie konnte in diesem Fall nicht mehr helfen. Andere Wahlunterlagen sandten sie und ihre Kollegen aber bereits nach Mexiko, Frankreich und in die Schweiz.

Dürener, die hier vor Ort sind, haben noch etwas länger Zeit, ihre Stimme für die Europawahl abzugeben. Wer nicht am Sonntag in seinem Wahllokal wählen möchte, kann dies entweder bis Freitag, 18 Uhr, im Bürgerbüro (Markt 2) tun oder noch schnell Briefwahl beantragen. Wichtig ist, dass die ausgefüllten Wahlbriefe bis Sonntag, 18 Uhr, im Bürgerbüro ankommen.

Ihr Kreuzchen machen die Dürener in insgesamt 54 Wahllokalen. Da die Wahlberechtigten des Bezirks 22.1 nicht mehr im Gebäude der Musikschule, sondern in der Volkshochschule (Violengasse) wählen, haben nun alle Wahllokale der Stadt behindertengerechte Zugänge.

Für reibungslose Abläufe am Wahltag sorgen 530 Wahlhelfer. Besonders erfreulich sei, dass davon knapp die Hälfte Freiwillige aus der Zivilbevölkerung seien, sagten die Verantwortlichen im Bürgerbüro.

Bis gestern Vormittag haben 9801 Wähler ihre Stimme abgegeben. Das entspricht 15,6 Prozent der 62.979 Wahlberechtigten (bei der Europawahl 2014 gab 12,4 Prozent Briefwähler). Von einer Wahlmüdigkeit sei im Briefwahlbereich nichts zu spüren, freut sich Bettina Carl. „Wir hoffen, die 10.000 bis Freitag zu knacken.“

(wel)
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