Nur drei Händler bei verregnetem Geranienmarkt in Düren

Auf dem Dürener Marktplatz : Nur drei Händler bei verregnetem Geranienmarkt

Auf der Homepage der Stadt heißt es über den Geranienmarkt: „Einmal im Jahr wird für nur einen Tag auf dem Rathausvorplatz ein grüner Teppich ausgerollt.“ Am Sonntag, bei der 19. Ausgabe der Veranstaltung, entstand eher der Eindruck eines Flickenteppichs.

Nur drei Händler boten ihre blühenden Waren an – einer aus Belgien, einer aus der Gemeinde Titz und Hans Schayen aus Jülich. Letzterer kommt mit seinem Familienbetrieb schon viele Jahren zum Geranienmarkt nach Düren und hat den Vergleich: „Früher standen wir hier mal mit zehn oder zwölf Händlern. Aber viele Kollegen haben den Betrieb aufgegeben. Düren ist nicht mehr der klassische Gärtnerort, der er mal war.“ Die Konkurrenz durch die Baumärkte sei der Fluch der Branche, ist seine Überzeugung. Dass am Sonntag so wenige Händler vor Ort waren, schiebt der belgische Kollege aber auch auf das Wetter. Angesichts von Regen und Kälte gäben dann einige vor, auf dem Hinweg einen Platten zu haben. „Gutes Wetter, gute Verkäufe. Schlechtes Wetter, schlechte Verkäufe“, ist sein Fazit.

Den wenigen Händlern auf dem Rathausvorplatz machten immer wieder Regenschauer einige Striche durch die Rechnung. Sobald aber die Sonne rauskam, füllte sich der Platz spürbar. Bei den Dürener Kunden waren in diesem Jahr weniger Geranien und Petunien beliebt, als vielmehr Mandevilla und veredeltes Gemüse wie Tomaten und Gurken für kleine städtische Gärten oder Balkone.

(wel)
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