Düren: Nord-Dürener Sportfest lockt 600 große und kleine Besucher an

Düren : Nord-Dürener Sportfest lockt 600 große und kleine Besucher an

Der Nordpark hat sich am Samstag in eine Freiluft-Arena für Sportbegeisterte verwandelt. Auf dem Programm standen unter anderem mit dem Nordparklauf, einem Fußballturnier für Kinder und einer Spielolympiade gleich mehrere Disziplinen. Etwa 600 Bewohner des Stadtquartiers beteiligten sich an der zweiten Auflage des Nord-Dürener Sportfestes, etwa die Hälfte waren Kinder und Jugendliche.

Die insgesamt 150 Teilnehmer des Laufs legten zusammen 1071 Runden (stolze 428 Kilometer) zurück. Im vergangenen Jahr waren es nur 403 Runden. Den Startschuss hatte erneut Peter Borsdorff (Running for Kids) gegeben. Zwar gab es für alle Teilnehmer Urkunden und Medaillen, doch der größte Preis, den es zu gewinnen gab, war Gemeinschaft. Denn Sport verbindet die Menschen über alle religiösen und kulturellen Grenzen hinweg.

Die Gemeinschaft stärken

Organisiert wurde das Sportfest von der im vergangenen Jahr gegründeten Projektgruppe Sport der Stadtteilvertretung Nord-Düren. „Wir wollen die Gemeinschaft in Nord-Düren mit diesem einmal jährlich stattfindenden Sporttag stärken“, erklärte Projektgruppen-Sprecher Norbert Gennes, der auch Jugendbeauftragter des Fußballvereins Schwarz-Weiß Düren ist. „Sport ermöglicht eine Verständigung auch ohne Worte“, fügte Ralf Schmitz als Vorsitzender der Stadtteilvertretung hinzu.

Neben der Förderung des geselligen Beisammenseins dienten sowohl der Sporttag als auch regelmäßige Angebote der Projektgruppe im „Haus für alle“ als Motivation für die Kinder des Stadtteils, sich sportlich zu betätigen und die Angebote der Vereine zu nutzen. So gab es im Rahmen des Sportfestes auch viele Mitmach-Angebote für die Besucher, etwa Tischtennis, Wing Tsun und Taekwondo.

Neben Schirmherr Peter Borsdorff, der zum zweiten Mal eine Spende in Höhe von 500 Euro aus seiner Sammelaktion überbrachte, unterstützt auch Joe Ecker mit seiner Initiative „Fußballvereine gegen Rechts“ das Sportfest von Beginn an. „Ich bin halber Nord-Dürener, habe hier 30 Jahre gearbeitet und viele Freunde im Viertel“, sagte Ecker, der das Sportfest als gelungene Veranstaltung „gegen Rassismus und Gewalt“ bezeichnete. Er war Schirmherr des Fußballturniers und stiftete auch die Medaillen und Pokale für die Teilnehmer.

Unterstützung gab es zudem auch von Vereinen und Institutionen aus dem Stadtteil, den Rurtalwerkstätten und der Sparkasse Düren sowie den Kitas und Schulen. „Nord-Düren ist in Bewegung. Ich freue mich, dass die Stadtteilvertretung und die Projektgruppen eine hervorragende Arbeit leisten“, bedankte sich Liesel Koschorreck (SPD), stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Düren, im Namen von Rat und Verwaltung für den ehrenamtlichen Einsatz aller Organisatoren. Auch im kommenden Jahr soll es ein Sportfest im Nordpark geben, das Datum wird noch bekanntgegeben. Damit hätte die Veranstaltung gemäß rheinischer Gesetze dann Traditionsstatus.

(sj)
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