Niederzier: Niederzierer Hundehalter müssen deutlich mehr zahlen

Niederzier : Niederzierer Hundehalter müssen deutlich mehr zahlen

Wie im Doppelhaushalt 2017/2018 vor Jahresfrist angekündigt, werden die Hundehalter in der Gemeinde Niederzier ab dem kommenden Jahr deutlich stärker zur Kasse gebeten.

Die Hundesteuersätze steigen erstmals nach sieben Jahren um durchschnittlich 30 Prozent und bewegen sich dann auf dem durchschnittlichen Niveau auf Kreisebene. Die Vorlage wurde Dienstagabend im Haupt- und Finanzausschuss einstimmig dem Rat zum Beschluss empfohlen.

Für einen Hund werden künftig 78 Euro fällig (bisher 60), bei zwei oder mehr gehaltenen Hunden 120 Euro je Tier (bislang 90), ab drei gehaltenen Hunden 144 Euro je Tier (bislang 108). Auch die Steuersätze für sogenannte „Kampfhunde“ steigen, bei einem Tier von 480 auf 624 Euro, bei zwei oder mehr gehaltenen Hunden von 600 auf 780 Euro je Tier.

Mit der Erhöhung der Steuersätze erwartet sich die Gemeinde auf Basis von derzeit gut 1470 gemeldeten Hunden jährliche Mehreinnahmen von rund 35.000 Euro.

Zur Erinnerung: Im Zuge des beschlossenen Doppelhaushalts steigen im kommenden Jahr in der Gemeinde Niederzier auch die Grundsteuer B für bebaute oder bebaubare Grundstücke sowie die Gewerbesteuer. Die Grundsteuer B wird von derzeit 430 auf 520 Prozentpunkte angehoben, die Gewerbesteuer von 430 auf 495 Prozentpunkte.

Gute Nachrichten kommen für die Bürger der Gemeinde Niederzier hingegen von der „Gebührenfront“. Die Kosten für die Abfuhr der Restmüll- und Biotonnen bleiben im kommenden Jahr ebenso unverändert wie die Gesamtgebühr für den Bereich Straßenreinigung und Winterdienst, die sich weiter auf 86 Cent je laufendem Meter Grundstückfront und Jahr beläuft.

Bis zur Ratssitzung am 7. Dezember vertagt wurde am Dienstagabend im Hauptausschuss der Bereich der Abwassergebühren. Sah die Verwaltungsvorlage bislang auch hier stabile Gebührensätze vor, so könnten sich aufgrund einer neuerlichen Kalkulation sogar noch geringfügige Absenkungen ergeben. Beim Schmutzwasser könnte die Gebühr von derzeit 3,43 Euro je Kubikmeter um zehn Cent sinken, beim Niederschlagswasser um fünf auf 32 Cent je Quadratmeter versiegelter Fläche.

Die Gebühren im Bereich Friedhofswesen bleiben 2018 weiter unverändert. Die ursprünglich für das laufende Jahr angestrebte Neukalkulation wurde auf das kommende verschoben und soll dann Grundlage für neue Bestattungsgebühren im Jahr 2019 sein. In den Jahren 2014/2015 schloss der Bereich mit einem kleinen Überschuss ab, der Jahresabschluss 2016 liegt noch nicht vor.

(ja)
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