Mehr als 500 Teilnehmer beim Monte-Sophia-Lauf in Niederzier

Monte-Sophia-Lauf : Auf der „Blutstrecke“ am Römerturm vorbei

Kleiner Hügel im platten Land? Der Monte-Sophia-Lauf hat es in sich. 28 Kilometer und 370 Höhenmeter machen die Strecke zu einer sportlichen Herausforderung. Temperaturen von 30 Grad wie am Samstag verschärfen die Schwierigkeit noch einmal.

Doch wer klangvolle Wegpunkte wie die „Rodelbahn“, die „Blutstrecke“ und den „Römerturm“ am höchsten Punkt zurückgelassen hat, kann sich auf dem Weg bergab ein wenig erholen – und die Blicke schweifen lassen: vom Kölner Dom bis zum Siebengebirge. In der Szene gilt der Monte-Sophia-Lauf des TV 1885 Huchem-Stammeln als einer der schönsten Volksläufe Deutschlands.

Zum 18. Mal fand der Lauf am Samstag statt, Start- und Ziel war die Sportanlage des SV Niederzier am Weihberg. Die Organisatoren begrüßten rund 500 Sportler jedweder Altersklasse, die sich angemeldet hatten. Zur Auswahl standen sieben Strecken, vom 500-Meter-Sprint für Kinder über den 10-Kilometer langen Heinrich-Antons-Gedächtnislauf (Montelino-Lauf) bis zum 28 Kilometer langen Monte-Sophia-Lauf. Am Startpunkt hatte Georg Klein vom Organisationsteam dieses Mal besondere Unterstützung: Brigitte von Ameln, die Schwester des verstorbenen Namensgebers Heinrich Antons, betätigte den Abzug der Startpistole. Die 71-Jährige ist seit mehr als 65 Jahren Mitglied des Sportvereins und gehörte Ende der 50er Jahre zu den ersten Frauen im TV Huchem-Stammeln. Ihr Bruder war ein begeisterter Langstreckenläufer, der seine Sportart und den Verein vorangebracht hat.

Mehr als 100 freiwillige Helfer waren am Start- und Zielpunkt sowie entlang der Strecke im Einsatz, um einen reibungslosen Ablauf des Volkslaufes zu gewährleisten, berichtete der Vereinsvorsitzende Gregor Maxrath voll des Dankes. Von allen zehn Abteilungen des Vereins gab es Unterstützung, um das bei Sportler aus ganz NRW und darüber hinaus beliebte Event organisieren zu können. Auch der Tagebaubetreiber half den Sportlern, beispielsweise beim Transport des Materials für die Erfrischungspunkte auf die Sophienhöhe hinauf.

Die schnellsten drei Läufer des 18. Monte-Sophia-Laufs waren Kenny Johnen (LG RWE Power), Patrick Vonderhagen (SV Germania Dürwiß) und Manfred Schultes (DJK JS Herzogenrath). Sieger des 10-Kilometer-Laufs sind Simon Dahl (Bunert-Köln), Tom Peiter (LG Gummersbach) und Sebastian Linden (Rhein-Berg Runners), beim 10-Kilometer-Walking/Wandern standen Thomas Hoffmann (AS Neukirchen-Vluyn), Anna Seeberger (Viersen) und Ulla Warnecke (Marathon Dinslaken) auf dem Treppchen.

Die 5,3 Kilometer lange Broisterd-Runde legten Filmon Tesfhanis (Aachener TG), Stefan Breuer (SC Komet Steckenborn) und Ward van Roy (ohne Verein) am schnellsten zurück, Sieger des 1000-Meter Young-Runs sind Jan Vernikov (Skikeller Kaulard Schroiff), Niklas Koch (IAC Düren) und Ben Odenthal (SG Kaarst). Nach dem 500-Meter Lauf für Kinder lagen Florian Zwaygardt (BSG FZ Jülich), Janika Faul (BSG FZ Jülich) und Loris Menu (SC Bütgenbach) ganz vorne.

Mehr von Aachener Nachrichten