„Kunstwoche Niederzier“ mit einer Ausstellung von Ursula Schregel

„Kunstwoche Niederzier“ : Ursula Schregel zeigt abstrakte, farbintensive Großformate

Ihre Werke waren bereits in Paris, Miami, New York, Bahrain und gerade erst vor wenigen Tagen in London zu sehen, vom 27. September bis 3. Oktober zieren die großformatigen Acrylbilder von Ursula Schregel die Räume der altehrwürdigen Rentei am Niederzierer Rathaus. Die abstrakte Kunst der gebürtigen Dürenerin, Urenkelin des Heimatdichters und Dürener Ehrenbürgers Josef Schregel, steht im Mittelpunkt der „Kunstwoche Niederzier“.

„Meine Familie hat hier ihre Wurzeln, ich habe hier meine Wurzeln und deshalb ist es mir wichtig, auch einmal im Jahr mit meinen Bildern in der Region präsent zu sein, betont die Künstlerin, die seit 17 Jahren in Niederzier lebt und arbeitet.

Im vergangenen Jahr waren die Werke von Ursula Schregel im Rahmen der Lions Kulturtage auf Schloss Burgau zu sehen, in der Rentei in Niederzier ist sie zum zweiten Mal nach 2017 zu Gast. Vor zwei Jahren führte Dr. Dorothea Eimert, die ehemalige Direktorin des Dürener Leopold-Hoesch-Museums, in ihre farbintensiven abstrakten Gemälde ein: „Ursula Schregels Bilder sind ein wunderbares Spiel schwebender Farbflächen, ein feines musikalisches Gewebe. Es ist kaum zu glauben, dass sie erst seit drei Jahren malt“, betonte Eimert seinerzeit.

Und in der Tat ist die Wahl-Niederziererin eine Spätberufene, obwohl oder gerade weil auch ihre Mutter Malerin war. Erst neun Jahre nach deren Tod wagte sie die ersten Schritte, meldete sich spontan zu einem Kurs „Malen ohne Vorkenntnisse“ an der Internationalen Kunstakademie in Heimbach an und entwickelte sich und ihre Kunst danach konsequent und erfolgreich weiter, nahm Unterricht bei einem Meisterschüler von Gerhard Richter und stellt seit 2017 ihre Bilder regelmäßig international aus.

Die Vernissage der Ausstellung in der Niederzierer Rentei findet am Freitag, 27. September, ab 19 Uhr statt. Der TV- und Radiomoderator Thomas Hackenberg wird Ursula Schregel in einem Künstlergespräch vorstellen. Musikalisch umrahmt wird der Abend vom Kölner Saxophonisten Wim Woellner, der im Jazz, Funk und Soul zuhause ist. Bei einer amerikanischen Auktion kommt eines ihrer Werke unter den Hammer. Der Erlös geht an die Internationale Kunstakademie in Heimbach, deren Leiter, Professor Dr. Frank-Günther Zehnder, an diesem Abend ein Grußwort sprechen wird.

Das Rahmenprogramm

Neben der Ausstellung lockt die „Kunstwoche Niederzier“ mit einem umfangreichen Begleitprogramm. Am Montag, 30. September, liest der in Düren wohnende Fernseh- und Theaterschauspieler Jochen Kolenda ab 19 Uhr bei freiem Eintritt aus dem Künstlerroman „Die von Montparnasse“ des französischen Schriftstellers Michel Georges-Michel, am Dienstag, 1. Oktober, steht ab 19 Uhr, ebenfalls bei freiem Eintritt, eine Hörspielpräsentation von Yasmina Reza auf dem Programm. Ihr Stück „Kunst“ wurde nach der Uraufführung in Paris im Jahr 1995 zu einem der weltweit meist gespielten zeitgenössischen Theaterstücke.

Nach der Kunstfilmnacht am Mittwoch, 2. Oktober, 19 Uhr (Eintritt frei) steht am „Tag der deutschen Einheit“, 3. Oktober, die Finissage auf dem Programm. Zum Abschluss der Ausstellung tritt in Zusammenarbeit mit dem „Planet Jazz Club Düren“ das „Tim-Allhoff-Trio“ ab 19.30 Uhr auf. Echo-Preisträger Tim Allhoff zählt zu den wichtigsten Pianisten Deutschlands, sein Trio gewann den „Neuen Deutschen Jazzpreis“. Karten (ab 14 Euro) gibt es im Vorverkauf in der Agentur Schiffer des Medienhauses Aachen, Kaiserplatz 12 bis 14 in Düren sowie im Kulturamt der Gemeinde Niederzier.

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