Zweite Burgenring-Trophy lockt Oldtimerfreunde nach Nideggen

Oldtimer-Ausfahrt : Zweite Burgenring-Trophy lockt Oldtimerfreunde nach Nideggen

Vor einem Jahr waren es 29 Oldtimer, die bei der Debütveranstaltung der Burgring-Trophy durch die Eifel fuhren. Für die Fortsetzung am Sonntag seien 61 Fahrzeuge angemeldet, erzählt der Vorsitzende Ralf Heidbüchel des Motorsportclubs (MSC) Burgring Nideggen, der zu der Ausfahrt eingeladen hat.

Auch wenn die Mitglieder des MSC an die historischen Eifelrennen der 1920er Jahre erinnern wollen, geht es bei der Burgring-Trophy nicht um Höchstgeschwindigkeiten, sondern um Orientierung. Nur wer die vorgeschriebene Strecke mit seinem Oldtimer oder Youngtimer bis zum Jahrgang 1999 abfährt, kann das Bordbuch korrekt ausfüllen.

Anders als im Vorjahr wird dieses Mal gleich in drei Kategorien gestartet: Touristik, Tourensport und Sport. In der Sparte, in der Heidbüchel sich andernorts selbst gern mal mit seinem Mercedes/8-Coupé aus dem Jahr 1972 an Ausfahrten beteiligt, geht es gemütlich zu. Entspanntes Fahren und die Aussicht auf Landschaft und Orte steht bei der Kategorie Touristik im Fokus. Hier können auch Anfänger sich versuchen.

Beim Tourensport wird es etwas anspruchsvoller, es gibt leichte bis schwierige Orientierungsaufgaben und Gleichmäßigkeitsprüfungen (siehe Foto) auf der Strecke. Die Sparte Sport ist vergleichbar, nur noch ein Level höher. „Das ist schon Stress“, lautet die Einschätzung von Ralf Heidbüchel. „Ich möchte mir an so Tagen keinen Stress machen, ich bin eher der Genießer.“

Zum Genießen werden er und seine zehn Mitstreiter aus dem Organisationsteam aber kaum kommen, schließlich können sie nicht selbst hinter dem Steuer sitzen, sondern halten die Fäden der Veranstaltung in der Hand. Die beginnt um 10.30 Uhr mit dem Start der ersten Tour, deren Route jedes Jahr unterschiedlich ist. Am Sonntag geht es über Vettweiß, Linzenich, Satzvey, Euskirchen, Kommern und Hergarten zurück nach Nideggen.

Um 15 Uhr geht es weiter mit der zweiten Tour, die entlang der historischen Strecke der Eifelrennen führt: von Nideggen über Berg, Wollersheim, Vlatten, Heimbach und Schmidt zurück nach Nideggen. Für diese 33 Kilometer werden die alten Wagen, die jeweils mit einer Minute Abstand starten, etwa eine Dreiviertelstunde brauchen. Insgesamt legen die Zweierteams an diesem Tag je 130 Kilometer zurück.

Aber nicht nur die Burgring-Trophy soll an die legendären Eifelrennen erinnern, sondern bald auch Infotafeln entlang der Strecke. Mit Rureifel-Tourismus hat der MSC Wissenswertes über die Rennen und deren berühmteste Teilnehmer für Interessierte zusammengefasst. Heidbüchel: „Die sollen Urlauber anreizen, nicht nur blind rumzudüsen, sondern die Strecke mal gezielt abzufahren und sich die Sehenswürdigkeiten entlang der Route anzuschauen.“ Sein Verein möchte damit Oldtimerfreunde als Gäste für die Eifel gewinnen und vielleicht auch den einen oder anderen neu für dieses Hobby begeistern. Zukunftsmusik für den 28 Mitglieder starken Verein ist es, eine eigene Ausstellung auf die Beine zu stellen.

Bevor es soweit ist, steht aber die zweite Burgring-Trophy an. Und danach freut sich Ralf Heidbüchel darauf, mal wieder samt Gattin und der beiden Töchter eine Ausfahrt in seinem Mercedes zu machen. Dass die Familie gemeinsam in einem Wagen Platz nimmt, ist Tradition. Und das, obwohl die Heidbüchels auch einen kleinen Oldtimercorso hinbekämen, schließlich hat auch jede der Damen ein eigenes altes Schätzchen. „Das ist ein Familienhobby“, sagt Ralf Heidbüchel grinsend.