Sicher Tauchen: Neue Tauchertreppe in Eschauel am Rursee eingeweiht

Tauchertreppe in Eschauel eingeweiht : Damit Taucher sicher in den Rursee kommen

Vorbei sind die Tage, an denen sich Taucher über einen rutschigen und gefährlichen Pfad über Felsen und Geröll auf den Weg ins Rurseewasser machen mussten. Abhilfe schaffen zwei neue Treppen speziell für Taucher.

In der Nähe des Parkplatzes Eschauel stehen jetzt zwei Treppen zur Verfügung, die im Rahmen eines Leader-Projekts vom Sporttauchclub Heimbach/Eifel gebaut wurden. Die mit 15 Höhenmetern dürfen nur geübte Taucher nutzen, weil es kurz nach dem Einstieg 40, 50 Meter heruntergeht. Bei der anderen (acht Höhenmeter) können sich bereits Anfänger ausprobieren.

Es ist das Ende einer langen Odyssee. Nicht nur, weil die Reise über das Gestein der Vergangenheit angehört. Allein die Idee existiert schon viele Jahre. Ende 2016 gab es bereits die ersten Gespräche mit dem Tauchsportverband NRW, Baubeginn war letztlich aber erst am 4. Oktober 2018, als der Zuwendungsbescheid der Bezirksregierung einging.

Dem Wetter sei Dank

Und dann hatte der Sporttauchclub auch noch Glück mit dem Wetter, denn dank des warmen Sommers war der Wasserstand besonders niedrig. „Für uns war das eine glückliche Fügung. Der Bau der Treppen war von unten aus nach oben gut möglich“, berichtet Rurseebeauftragter Harald Schütt.

Weihen die Tauchertreppen offiziell ein: Jochen Klug (von links), Vorsitzender des Sporttauchclubs Heimbach/Eifel, Rurseebeauftragter Harald Schütt, Tauchsportverbandsvorsitzende Eva Selic, Heimbachs Bürgermeister Peter Cremer, Nideggens stellvertretender Bürgermeister Jochen Erler und Simmeraths zweiter stellvertretender Bürgermeister Norbert Brewer. Foto: Kevin Teichmann

Auch Tische wurden neben den beiden Aufgängen angebracht, die eine Hilfe darstellen, um die Tauchausrüstung anzuziehen. Insgesamt belaufen sich die Projektkosten auf 15.500 Euro. Aus dem Leader-„Topf“ wurden 65 Prozent gezahlt. Der Tauchsportverband NRW übernahm 35 Prozent. Zehn Prozent Eigenanteil musste der Sporttauchclub Heimbach/Eifel tragen.

Tauchen von April bis Oktober

Getaucht werden kann nun von April bis Oktober an allen Wochenenden und Feiertagen. Der Rurseedienst kontrolliert, ob Interessierte im Besitz eines Tauchscheins sind, der Versicherungsschutz gewährleistet ist und ob aufgrund des gesundheitlichen Zustands Tauchtauglichkeit besteht. „Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, kann für fünf Euro den ganzen Tag getaucht werden“, erklärt Sporttauchclub-Vorsitzender Johannes Klug.

Sollte einmal etwas passieren, sind Funkgeräte in Kästen direkt am Ufer platziert. In einem Transporter befinden sich zudem Sauerstoff- und Erstversorgung, ein Notfallrucksack sowie ein Defibrillator. Im Fahrzeug können Wertsachen weggeschlossen werden – und auch die Tauchausrüstung wird für Taucher zum Einstiegsort gefahren, während der Taucher einen Fußmarsch von einer Viertelstunde unternimmt.

Heimbachs Bürgermeister Peter Cremer (parteilos) bekundete: „Ich freue mich, dass das Tauchen auch fernab von tropischen Gewässern möglich ist. Es sollte vom Leader-Projekt touristisch gefördert werden. Ich wünsche allzeit gut Luft.“

Und Cremer gratulierte dem Sporttauchclub zu einem Jubiläum, denn der existiert seit 1994. Eva Selic vom Tauchsportverband hatte das passende Geschenk in Form einer guten Nachricht: „Im September veranstalten wir das Landesjugendtreffen hier. Da kommen alle Jugendtaucher aus ganz NRW an den Rursee, übernachten in einer Jugendherberge und können die tollen Einstiege nutzen.“

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