Ensemble „Consortium Piae“ spielt in der Alten Kirche Wollersheim

Konzert : Harmonische Tonkunst aus der Vergangenheit

Verträumte Klänge aus vergangenen Zeiten gab es am Sonntagnachmittag in der Alten Kirche in Wollersheim zu hören. Das Ensemble „Consortium Piae“ spielte unter dem Motto „Sommerzeit schmückt jeden Zweig“ Kompositionen aus dem 15. bis 17. Jahrhundert, die die Lebensfreude im Sommer ausdrücken.

Die denkmalgeschützte Alte Kirche im kleinen Nideggener Stadtteil Wollersheim ist wohl die ideale Kulisse, wenn es um Musik aus dem späten Mittelalter und der frühen Neuzeit geht. Die zweischiffige Halle der Jahrhunderte alten Kirche im spätgotischen Stil war voll besetzt. Jung und Alt waren zu Gast, um der friedvoll-fröhlichen Musik des Renaissance- und Barockensembles „Consortium Piae“ zu lauschen. Unter der Leitung von Paula Schipperges (Cembalo) spielten sich die neun Musikerinnen, die alle aus der Region um Kreuzau, Nideggen und Heimbach stammen, in die Herzen der Zuhörer.

Mit Blockflöten, Gitarren, einer Harfe, Cello, Geige, Bratsche und Cembalo wurden Werke von Thomas Morley, Michael Praetorius, Henry Purcell und vielen weiteren Komponisten aus dem 15., 16. und 17. Jahrhundert musiziert. Dank des perfekt abgestimmten Zusammenspiels ergab sich ein warmes, harmonisches Klangbild, das die Menschen in den Kirchenbänken innehalten ließ. Den Musikerinnen gelang es dabei, die Sommerthematik des Konzerts auf eindrucksvolle Art und Weise zu transportieren und trotz beschwingt-fröhlichen Klängen eine sehr andächtige Atmosphäre zu schaffen.

Auch zwei Soli überzeugten: Paula Schipperges spielte Samuel Scheidts „Bergamosco-Variationen über eine alte Hirtenmelodie“ am Cembalo, Susanne Rögele gab an der Harfe „Joy to the person of my love“ (anonym) und „Psalm 33, Danket dem Herrn“ von Elisabeth Lehmann zum Besten. Nach großem Applaus vonseiten der Besucher gegen Ende des Konzerts gab das Ensemble zum Abschluss eine Zugabe.

(nie)
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