Nideggen-Berg: Nideggen wählt neue Form der Ehrung

Nideggen-Berg: Nideggen wählt neue Form der Ehrung

„Der Sport nimmt eine Vorbildfunktion ein“, sagte der parteilose Bürgermeister Marco Schmunkamp zu Beginn der Sportlerehrung der Stadt Nideggen. Auf dem Sportplatz in Berg bildeten viele Sportler und Fans einen würdigen Rahmen für die Ehrung.

Hier fand das Stadtpokalturnier für Junioren-Fußballmannschaften statt und außerdem das letzte Meisterschaftsspiel der Kreisliga C; der Gastgeber, FC Montania Berg, trat gegen die SpVG Boich-Thum an.

Die andere Kulisse

Dadurch fand die Ehrung zum ersten Mal vor einer Kulisse statt, die dem sportlichen Anlass sicher eher entsprach als die feierliche Atmosphäre in der Bürgerbegegnungsstätte, wo in den vergangenen Jahren diese Veranstaltung durchgeführt wurde.

Der Bürgermeister, dem es ein Anliegen war, die Sportlerehrung mehr in die Öffentlichkeit zu bringen, hatte sich im Vorfeld mit Vertretern der Vereine getroffen. Dabei war der Vorschlag diskutiert worden, beim Ausrichter des Stadtpokalturniers die Sportlerehrung vorzunehmen.

So kam es, dass man aufgrund der starken Geräuschkulisse ein wenig Mühe hatte, sich verständlich zu machen; aber umso lauter war auch der Applaus, den die geehrten Sportler bekamen. Dr. Gottfried Claßen, der Vorsitzende des Stadtsportverbands, freute sich, dass so viele gekommen waren: Kinder und Eltern, Vereinsvertreter und Mitglieder des Stadtrates. Er dankte für die gute Vorarbeit vonseiten der Stadtverwaltung und das Engagement von Sponsoren. Jeder Geehrte erhielt eine Urkunde und ein Geschenk.

Im Einzelwettbewerb Jugendliche kam Maren Riem von der Sekundarschule auf den dritten Platz; bei der Kreismeisterschaft der Leichtathletik war sie mit einem Hochsprung von 1,40 Meter Zweite geworden. Ebenfalls den dritten Platz belegte Lynn Küpper von der Sekundarschule; sie war Kreismeisterin der Leichtathletik geworden. Auf dem zweiten Platz sah man die zehnjährige Hanna Hallmanns vom TuS Schmidt; die talentierte Läuferin hatte im vorigen Jahr in der Altersklasse U12 die Wertung des Rureifel-Volkslaufcups gewonnen.

Platzierungen

Die Platzierungen der Flora Reimbold aufzuzählen, das dauerte etwas länger. Sie war die Nummer 1 der Stadt Nideggen; bei Kreismeisterschaften hatte sie den Blockwettkampf Sprint gewonnen, und im 800-Meter-Lauf wurde sie Kreismeisterin.

Im Einzelwettbewerb Erwachsene kam Sascha Reimbold auf den dritten Platz; er wurde in der AK M40 sowohl über 3000 Meter als auch über 5000 Meter Kreismeister. Mit ihm zusammen wurde Andrea Reimbold Dritte der Wertung; denn sie wurde Kreismeisterin W50) im 10-Kilometer-Straßenlauf und im 3000-Meter-Lauf.

Auf dem zweiten Platz sah man ein strahlendes Tanzpaar: Peter und Vera Esser vom TuS Schmidt. Die Standardtänze sind ihr Fachgebiet, in der höchsten Amateurklasse brachten sie aus ganz Deutschland Siegerpokale mit nach Hause.

Viel Beifall gab es für Christian Nießen vom TuS Schmidt, der als Erster der Wertung geehrt wurde: Seine Lauferfolge — beispielsweise Berlin-Marathon in 2:40 Stunden— wurden hervorgehoben, aber auch sein Engagement in der Leichtathletikabteilung.

Für Erfolge im Mannschaftswettbewerb ehrte der Bürgermeister folgende Jugendmannschaften: die Mädchen-Fußballmannschaft der Sekundarschule, die Zweiter der Kreismeisterschaft wurde; die B-Juniorinnen des JFV Rureifel, die Kreispokalsieger wurde; eine Mädchenmannschaft der Sekundarschule, die die Kreismeisterschaft im Fünfkampf errang.

Die Teams

Im Mannschaftswettbewerb Erwachsene fand sich die Fußball-Frauenmannschaft des SC Mausauel-Nideggen als Kreismeister auf dem dritten Platz. Die „Running Chickens“ vom TuS Schmidt kamen auf Platz zwei; die vier Frauen haben schon dreimal die Frauen-Marathonstaffel beim Monschau-Marathon gewonnen: Sylvia Nießen, Susanne Nießen-Hallmanns, Birgit Kayser und Bianca Wergen.

Schließlich freuten sich die Volleyballfrauen des TuS Schmidt über den ersten Platz, sie sind in die Bezirksliga aufgestiegen.

Einen besonderen Ehrenpreis-Pokal erhielt Waltraud Kalmbach vom SC Mausauel-Nideggen: Die mittlerweile 80-Jährige setzt sich immer noch aktiv im Verein ein. 1971 hat sie damit angefangen als Mannschaftsbetreuerin. Auch organisierte sie jahrelang den Austausch mit einer polnischen Mädchenmannschaft aus Warschau.

Alle Geehrten trugen sich ins Goldene Buch der Stadt Nideggen ein. Und beim anschließenden Training mit dem Profi-Volleyballer Michael Andrei (SWD Powervolleys Düren) und der Europameisterin im Speerwurf und im Fünfkampf, Wilma Jansen, hatten die Sportler viel Spaß.

(ale)
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