Nideggen: Nideggen: Neue Jugendherberge soll 2010 öffnen

Nideggen: Nideggen: Neue Jugendherberge soll 2010 öffnen

Der Blick ins Rurtal, auf Burg Nideggen und die Stadt ist herrlich - speziell dann, wenn man ihn demnächst von der Aussichtsplattform der 5. Etage der neuen Jugendherberge genießen kann. Das Projekt der kreiseigenen Gesellschaft für Infrastrukturvermögen soll heute vorgestellt werden - lange genug hat es bis zur Realisierung gedauert.

Die neue Jugendherberge am Dienstleistungszentrum - dem ehemaligen „Haus der Familie” - soll als Leitmotiv die Thematik Turm und Burg aufnehmen. Im Blickfeld von St. Johann Baptist und dem Burgfried wird ein fünfgeschossiger Turm entstehen, in dem vorrangig die Zimmer der Jugendherberge untergebracht sind. Zweiter Teil des neuen Gebäudes ist ein zweigeschossiger Riegel, der Sozialräume, den Speisesaal samt Küche und Tagungsräumen beherbergen wird. Eine Art „Wehrgang” soll die Jugendherberge mit dem Dienstleitungszentrum verbinden.

Die Besonderheit beider Baukörper: Die Dächer können mitgenutzt werden. Auf dem neuen „Turm” soll eine Aussichtsplattform entstehen, die über eine Außentreppe für Besucher zugänglich sein wird. Von dort aus kann man den herrlichen Blick ins Rurtal genießen. Das Dach des zweigeschossigen Gebäudes eignet sich für Veranstaltungen vom Open-Air-Kino bis zum Konzert.

Zusätzlich wird ein Innenhof entstehen und es ist an eine Außengastronomie gedacht, die dann in Regie der Dürener Gesellschaft für Arbeitsförderung (DGA) betrieben werden soll.

Die DGA wird in wenigen Wochen in der Jugenstilvilla die euregionale Ausbildung in der Gastronomiebranche aufnehmen. Dort befindet sich auch das neue Nationalparktor der Stadt Nideggen, das vermutlich Mitte Mai öffnen wird. Laufen die noch notwendigen Entscheidungsprozesse zügig ab, dann könnte noch im Sommer mit dem Bau der Jugendherberge in Nideggen begonnen werden.

Ein Generalunternehrer steht bereit, den Gebäudekomplex innerhalb von zwölf Monaten zu realisieren, so dass die neue Jugendherberge im Sommer oder Herbst 2010 öffnen könnte. Um das millionenschwere Projekt zu stemmen, wird die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises, GWS, die alte Jugendherberge samt Grundstück ankaufen und vermarkten.

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