Nideggen: 50 Jahre Wildpark Schmidt

Zwei Tage Herbstfest für die Familie : Wildpark Schmidt wird 50

Mit einer Bibertour der Rureifel-Touristik ist das zweitägige Herbstfest zum 50. Geburtstag eröffnet worden. Die Besucher lernten einiges über das heimische Nagetier – und noch vieles mehr über die Natur in Nideggen.

Zum weiteren Programm gehörten Waidmannsführungen, Greifvogelshows und die rollende Waldschule, die den ganzen Tag über geöffnet war. Bei der waidmännischen Führung erklärten die Experten den Gästen vieles über das Wild und die Jägersprache. In Kooperation mit der Greifvogelstation Hellenthal bot der Wildpark alle zwei Stunden eine Flugshow an. Kommentiert von einem Experten flogen die Vögel knapp über den Köpfen der Zuschauer von Arm zu Arm der Mitarbeiter.

Gegründet wurde der Wildpark in Schmidt 1968 von Familie Scheidtweiler. Seitdem ist dieser in Familienhand und befindet sich heute schon in der dritten Generation. Der jetzige Betreiber Axel Scheidtweiler sorgt zusammen mit seiner Frau Katja dafür, dass der Wildpark in Stand gehalten und optimiert wird. Neu hinzugekommen ist zum Beispiel der Spielplatz wenige Meter hinter dem Eingang. Scheidtweilers Ziel ist es, den Wildpark „gerade den Menschen in der Region näher zu bringen“. Nach dem Motto „In der Eifel zu Hause“ gestaltet der Wildpark auch die Gehege der Tiere: Es wird darauf geachtet, dass die Tiere genug Raum haben, um sich zurückzuziehen. So kann es auch mal dazu kommen, dass manche Besucher das Rotwild auf der vier Hektar großen Fläche nicht zu Gesicht bekommen. So wird garantiert, dass die Tiere genügend Auslauf haben. In Zukunft soll es auch eine Falknerei mit Flugshows im Wildpark geben. Zu den Zielen von Axel Scheidtweiler zählt es auch, Aufklärungsarbeit über Tier und Natur zu leisten.

Axel Scheidtweiler betreibt den Wildpark in dritter Generation. Foto: Markus Voth

In dem Wildpark gibt es viele einheimische Tiere: vom Rotwild über das Muffelwild bis zum Schwarzwild. In verschiedenen Streichelgehegen konnte man zu den Ziegen, Minischweinen und Eseln. Auch bekannte Haustiere wie Kaninchen, Meerschweinchen oder Haushühner konnten die Besucher finden. Zudem gibt es in diesem Naturraum einige freilebende Tiere, welche der aufmerksame Beobachter mit etwas Glück erblicken kann. Dazu zählen die Biber, welche sich aber eher zur später Stunden sehen lassen – dank der Bibertour zu Beginn wussten die Besucher aber schon einiges über die kleinen Nager.

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