Düren: Neuzugänge bei den SWD Powervolleys sind angriffslustig

Düren : Neuzugänge bei den SWD Powervolleys sind angriffslustig

Sein Ziel hat Lukas Maase mit sieben Worten kurz und bündig erklärt: „Erst rankämpfen und dann möglichst schnell überholen.“ Maase ist mit seinen 19 Jahren nach dem 17-jährigen Rudy Schneider der Zweitjüngste im Team der SWD Powervolleys — und der Längste mit einer Körpergröße von 2,12 Meter. „Für mich ist Düren eine riesige Chance“, sagt der junge Mann, der gerade in seiner Heimatstadt Dresden Abitur gemacht hat und sich ab sofort voll und ganz auf den Volleyball konzentrieren will.

Am Mittwoch — eine Woche früher als sonst — war Trainingsauftakt bei den Powervolleys und bis auf Romans Sauss, der noch mit der lettischen Nationalmannschaft die Qualifikation für die Europameisterschaft spielt, und die drei Kanadier Jordan Or, Irvan Brar und Lucas Coleman ist das Team komplett. „Es ist sicher eine Herausforderung, dass wir neun Neuzugänge haben“, sagte Trainer Stefan Falter. „Aber ich bin sicher, dass uns das gelingen wird. Ich bin sehr froh, dass ich meine Mannschaft schon Ende August komplett zusammenhabe. Das gibt uns die Chance, schon vor der Saison viel an unserer neuen Spielweise zu arbeiten.“

Wie genau die aussehen wird, soll sich im Training zeigen, „wenn das Zusammenkommen der Stärken der Spieler ein Ganzes ergibt.“ In den ersten vier Trainingswochen werden in erster Linie Kraft und Athletik trainiert. Nach einer Woche Pause geht es dann mit dem kompletten Team zur Bundeswehr-Sportschule nach Warendorf. „Dort“, so Stefan Falter, „starten wir dann in die heiße Vorbereitungsphase.“

Michael Andrei, Tim Broshog, sowie die beiden Rückkehrer Tomas Kocian und Sebastian Gevert bringen jede Menge Volleyball-Erfahrung in die Mannschaft, Lukas Maase und Rudy Schneider sorgen im Gegenzug für jugendlichen Elan. Falter: „Es ist eine große Aufgabe, zwei so junge Spieler wie Lukas Maase und Rudy Schneider an den Profisport heranzuführen — ohne Zweifel. Aber ich bin sicher, dass die Beiden ganz viel Neugier und viele Ideen mitbringen. Davon wird die Mannschaft profitieren.“ Eins ist dem Trainer besonders wichtig: „Bei uns kann jeder seine Meinung sagen — egal, ob jung oder erfahren.“

Gutes Gesamtpaket

Maase hat in der vergangenen Saison beim Zweitligisten Delitzsch gespielt, Schneider beim TuS Bocholt (ebenfalls zweite Liga). „In Düren hat einfach das Gesamtpaket gestimmt“, sagt Jugendnationalspieler Maase. „Ich habe da mit Michael Andrei und Tim Broshog zwei der erfahrensten und besten deutschen Blocker in meinem Team. Die können mir sehr viel mitgeben.“ Hinzu kämen das Trainerteam und die guten Vereinsstrukturen. Natürlich wissen die beiden Youngsters, dass sie zunächst nicht zu Stefan Falters „ersten Sechs“, also den Stammspielern des Trainers, gehören werden.

Rudy Schneider: „Wir sind Volleyballer, und natürlich wollen wir spielen. Deswegen muss es unser Ziel sein, beim Training alles zu geben und immer besser zu werden — damit wir irgendwann eben doch zu den ersten Sechs gehören.“ Auch Schneider und Maase sind davon überzeugt, dass die erfahrenen Spieler von ihnen profitieren können. Wenn wir sehr schnell viel besser werden, müssen die anderen sich auch mehr anstrengen. Und das bedeutet am Ende, dass das gesamte Team besser wird.“ Ein Saisonziel haben Schneider und Maase auch schon. „Platz vier“, sagt Schneider, „wäre gut. Alles, was besser ist, optimal.“

In Düren fühlen die beiden Nachwuchstalente sich pudelwohl. „Wir haben eine Wohngemeinschaft gegründet und leben mitten in der Stadt“, sagt Lukas Maase. „Die kurzen Wege überallhin gefallen mir wirklich gut. Es ist schön, hier zu wohnen.“

Übrigens sind die beiden Dürener Bundesligisten auch davon überzeugt, dass die Mannschaft sehr schnell zu einer Einheit zusammenwachsen wird. „Volleyballer ticken alle ziemlich ähnlich“, sagt Lukas Maase und lacht. „Außerdem waren wir alle zusammen auf der Annakirmes und hatten richtig viel Spaß. Das sind gute Leute, und wir werden gut zusammenarbeiten.“

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