Düren: Neues Leben in alter Glashütte

Düren: Neues Leben in alter Glashütte

Gerd Pelzer ist anzumerken, dass er das Gelände der alten Glashütte Peill & Putzler mag. Nicht nur, weil es ihm seit 2002 gehört. Vielmehr, weil er den Eindruck vermittelt, dass ihm wirklich an der Entwicklung des Areals gelegen ist. „Es ist ein einmaliges Gelände“, sagt er gestern, „Grund und Boden mit so einer alten Bausubstanz gibt es nicht mehr oft in Düren.“

Dem setzt Pelzer, Unternehmer und Kreishandwerksmeister, „Visionen entgegen“, wie er gestern sagt, als er Pläne zur weiteren Einwicklung des Grundstückes erläutert. Und das vor vollem Haus. Der Dürener Stadtentwicklungsausschuss und der Kreisentwicklungsausschuss tagen gemeinsam, um die Planungen kennen zu lernen. Einiges ist schon geschehen, seit Pelzer an der ehemaligen Glashütte investiert. So sind verschiedene Handwerksbetriebe, das DLRG, das Sozialwerk Dürener Christen und die Rurtalwerkstätten eingezogen.

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Nun soll es weitergehen. Gerd Pelzer will die alten Hütten um- und ausbauen. Wie bisher wird er allerdings darauf achten, dass der Markt seine Projekte auch finanziert. Wenn Nachfrage nach Mietobjekten vorhanden ist, schreitet er zur Tat. Bisher hat er keine Zuschuss-Anträge gestellt, obwohl er „gute Möglichkeiten hätte“, wie SPD-Politiker Peter Koschorreck sagte. Unter anderem sollen an der Glashütte unterschiedlich nutzbare Veranstaltungsflächen und hochwertige Büroflächen entstehen.

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Zudem ist an ein Museum gedacht. Alte Exponate aus Zeiten, als an der Rur Glas geblasen wurde, gebe es zuhauf, sagte Pelzer. Bereits klar ist, dass die Rurtalwerkstätten und die Lebenshilfe in Neubauten investieren. Gastronomische Angebote sind ebenfalls angedacht, zudem ein Parkhaus mit rund 500 Stellplätzen sowie Fitness- und Wellnessangebote. „Die Menschen sollen sich hier wohlfühlen und entweder in der Nähe wohnen oder mit dem Bus kommen können“, sagte Pelzer gestern. Das Projekt sei „auf Nachhaltigkeit ausgelegt“. Bürgermeister Paul Larue und Hans Martin Steins, Dezernent beim Kreis Düren, sowie Vertreter der örtlichen Wirtschaftsförderung bewerteten die Planungen gestern positiv.

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(inla)
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