Nörvenich: Neuer Standort für das Drehfunkfeuer

Nörvenich: Neuer Standort für das Drehfunkfeuer

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hat einen neuen Standort für ihr Drehfunkfeuer gefunden.

Die Einrichtung zur Flugsicherung, die für die zivile und militärische Luftfahrt genutzt wird, soll künftig auf dem Gelände des Nörvenicher Fliegerhorstes angesiedelt werden. Der entsprechende Vertrag dazu wurde nach Angaben von Ute Otterbein von der Deutschen Flugsicherung „erst vor wenigen Tagen unterschrieben“.

Bisher befand sich die Anlage wenige Hundert Meter außerhalb des Geländes des Fliegerhorstes. Nach einem Wechsel des Grundstückseigentümers wurde der entsprechende Pachtvertrag mit der DFS zum 1.1.2016 gekündigt.

Pikant an dem Vorgang ist, dass mit einem Tochterunternehmen der Firma Energiekontor AG ausgerechnet ein Entwickler von Windkraftanlagen das Grundstück erworben hatte. Die DFS hat in der Vergangenheit stets darauf geachtet, dass um die Anlagen zur Flugsicherung in der Bebauung ein entsprechender Sicherheitsabstand von 15 Kilometern einzuhalten ist, was dazu geführt hat, dass in dieser Zone keine Windräder gebaut werden konnten.

Die Energiekontor AG wollte mit dem Grundstückserwerb die Genehmigung für einen Neubau der Anlage erschweren bis verhindern. Ob das nun gelingt, ist fraglich. Kreisdezernent Hans Martin Steins: „Weil es sich in diesem Fall um eine zumindest teilweise militärische Anlage auf einem militärischen Gelände handelt, sind wir da als Bauordnungsbehörde außen vor. Das muss von Bundesdienststellen genehmigt werden.“

(bugi)
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