Hürtgenwald: Neuer Kompromiss für Hürtgenwalds Sekundarschule

Hürtgenwald: Neuer Kompromiss für Hürtgenwalds Sekundarschule

Ein entscheidender Schritt in Richtung Sekundarschule Hürtgenwald/Simmerath/Monschau ist getan: Die Bürgermeister Axel Buch, Karl-Heinz Hermanns und Margareta Ritter stellten am Dienstag den von ihnen erarbeiteten Schulkonsens vor.

Sie haben nachsitzen müssen in den Ferien; denn das ursprünglich angestrebte Modell von je zwei Zügen in den drei Gemeinden wurde von Seiten der Bezirksregierung abgelehnt: Eine Sekundarschule muss einen Hauptstandort aufweisen, der dreizügig ist. Nun stellten die drei Bürgermeister ihr neues „Schulkonzept für eine gemeinsame Zukunft in der Nordeifel” vor, das sie unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung und in der Hoffnung auf Akzeptanz in den Gemeinderäten vorlegen. Sie nennen das Ergebnis „partnerschaftlich” und betonen, dass es nur mit hoher Kompromissbereitschaft zustande kommen konnte.

So soll ein „Schulzweckverband Nordeifel” gegründet werden, dem alle bisherigen sechs weiterführenden Schulen in kommunaler Trägerschaft in Hürtgenwald, Monschau und Simmerath angehören. Dieser Zweckverband soll bis Ende November den Antrag auf Einrichtung einer Sekundarschule ab 2013/14 stellen.

Die Sekundarschule soll dann als dreizügiger Hauptstandort in der Realschule in Monschau beginnen. Am Standort Kleinhau wird zum gleichen Zeitpunkt ein zweizügiger Teilstandort starten. Ab dem Schuljahr 2015/16 wechseln die auslaufende Monschauer Realschule und die neue Sekundarschule dauerhaft an den Standort Simmerath. Wegen der geringen Schülerzahlen werden bereits ab dem Schuljahr 2013/14 die beiden Hauptschulen Monschau-Roetgen und Simmerath in Simmerath zusammengeführt. Kooperationspartner für die gymnasiale Oberstufe werden das St. Michael-Gymnasium Monschau und das Franziskus-Gymnasium Vossenack sein.

Die Monschauer Bürgermeisterin Margareta Ritter hofft: „Der Übergang soll ein weicher sein; er lässt uns in Monschau Zeit zu überlegen, was wir mit zwei leeren Schulen machen.” Karl-Heinz Hermanns betonte: „Der Kompromiss bedeutet ein Geben und ein Nehmen, die Gemeinde Simmerath wird sich an den Kosten des Gymnasiums Monschau beteiligen.” Und Hürtgenwalds Bürgermeister Axel Buch meinte abschließend: „Wir muten unseren Räten etwas zu. Am 25. September wird ab 18 Uhr zeitgleich in unseren Gemeinderäten und im Stadtrat Monschau unser Vorschlag beraten.” Und sie sind zuversichtlich, diese Herausforderung im Konsens zu meistern.