Düren: Neue Stiftung arbeitet für die Belange von St. Anna

Düren: Neue Stiftung arbeitet für die Belange von St. Anna

Bernhard Gombert ist ein überaus beliebter Mann. Und ein beliebter Seelsorger. Er ist sogar so beliebt, dass mittlerweile zwei Stiftungen nach dem Geistlichen benannt worden sind. Nämlich die „Pfarrer-Gombert-Stiftung St. Martinus Dhorn” und die „Dechant-Gombert-Stiftung Düren”.

Die Dechant-Gombert-Stiftung hat zwar schon vor einigen Monaten ihre Arbeit aufgenommen, erst jetzt konnte die Stiftungsgründung aber erst offiziell gefeiert werden. „Bernhard Gombert”, so Dr. Hermann Courth vom Stiftungsvorstand, „war krank. Deswegen haben wir unsere Feier verschoben. Denn ohne ihn hätten wir nicht gefeiert.”

Begonnen haben die Feierlichkeiten mit einer Messe in der Annakirche, anschließend hat Bürgermeister Paul Larue im Papst-Johannes-Haus den Festvortrag zum Thema „Suchet der Stadt Bestes - Kirchliche Stiftungen in Düren”. Bernhard Gombert hat vor fast 20 Jahren den Förderverein der katholischen Kirchengemeinde St. Anna in Düren gegründet. Als in Düren die Großpfarre St. Lukas gegründet wurde, regte Bernhard Gombert selbst an, den Förderverein in eine Stiftung umzuwandeln.

„Ziel war”, so Dr. Hermann Courth vom Stiftungsvorstand, „die Erhaltung des Stiftungskapitals und die enge Zweckbindung an die Gemeinde St. Anna.” Wie hoch das Stiftungskapital ist, wollten die Verantwortlichen nicht verraten. „Der Förderverein”, so Courth, „hat auch immer im Verborgenen gearbeitet. Und wir wollen keine Begehrlichkeiten wecken. Aber es ist schon eine Summe im sechsstelligen Bereich.” Auch das Paul-Spaether-Haus in Heimbach-Blens, das als Freizeit- und Erholungsstätte dient, gehört zu der Stiftung.”

Wilhelm Krämer, der sich ebenfalls im Stiftungsvorstand engagiert betonte in seiner Ansprache, welche Verdienste Bernhard Gombert sich für St. Anna gemacht hat. „Wenn ein Außenstehender die lange Liste von der Erfolge von Bernhard Gombert sieht, könnte man meinen, dass seine vorwiegende Tätigkeit das Geldsammeln war. Aber weit gefehlt: Seine Haupttätigkeit war Seelsorger.” Gomberts unermüdlicher Einsatz für die Menschen, so Krämer, hätte das Vertrauen geschafft, das der Schlüssel zu Gomberts Erfolg gewesen sei.

Unter anderem hat Bernhard Gombert sich für den Neubau von Seniorenheim und Papst-Johannes-Hauses eingesetzt, und auch für die Erweiterung des Kindergartens St. Anna gesorgt. Bürgermeister Paul Larue betonte in seiner Rede, wie wichtig die unterschiedlichen Stiftungen - kirchliche wie nicht-kirchliche - für die Stadt Düren seien. Die Stadt, so der Bürgermeister. lebe bis heute von ihren Stiftungen. „Bernhard Gombert”, so Larue weiter, „ist mit seinem Herzen immer in der Stadt Düren geblieben. „Und er hat nach dem Primizspruch seiner Priesterweihe Einer trage des anderen Last gelebt.”

Gombert selbst bedankte sich für die „schöne Feier” und die „Jahre der Zusammenarbeit”.

Die Bürgerstiftung wurde 2003 in Düren gegründet

Die wohl bekannteste Stiftung in Düren ist wohl die Bürgerstiftung, die 72 Bürgerinnen und Bürger im Jahr 2003 gegründet haben. Das Stiftungskapital beläuft sich mittlerweile auf rund 650 000 Euro.

Ohne Stiftungen gäbe es in Düren beispielsweise weder das Leopold-Hoesch-Museum noch das Seniorenheim Schenkel-Schoeller-Stift in Niederau.

Mehr von Aachener Nachrichten