Merzenich: Neue Soccer-Halle: Ein Fußball-Tempel für Merzenich

Merzenich: Neue Soccer-Halle: Ein Fußball-Tempel für Merzenich

Noch brauchen Carmen Kranz und Andreas Kanaan viel Fantasie. Denn da, wo die zwei Dürener in den kommenden Wochen und Monaten die erste große Fußball-Halle mit Kunstrasenplätzen im Kreis Düren bauen lassen, ist im Moment nichts als plattes Land.

„Man sieht nur die kleinen Pfähle, die markieren, wo das Gebäude hin kommt”, erklärt Kanaan, während die Beiden auf dem Feld im Merzenicher Gewerbegebiet Auf der Heide stehen.

Das Paar plant einen Fußball-Tempel mit drei Spielfeldern in der Halle und einem davor, dazu einen Gastronomie- und einen Clubbereich. Kostenpunkt allein der ersten Ausbaustufe: etwa 1,6 Millionen Euro.

Später soll unter anderem noch ein Fitness-Studio dazu kommen, das auch auf den Bedarf von Fußballern ausgerichtet ist. 45 mal 30 Meter sind die drei Felder groß, wenn sie kombiniert werden. Diese Möglichkeit wird die Halle bieten. „Damit bieten wir professionelle Trainingsmöglichkeiten”, erklärt Kanaan.

Geplanter Eröffnungstermin ist der 2. Januar 2013. Dann beginnt der Betrieb, während die Anlage weiter ausgebaut wird.

Seit rund zwei Jahren planen Kranz und Kanaan das Projekt. Vor eineinhalb Jahren haben die beiden Kaufleute das Grundstück gekauft, im August sollen die Bagger anrollen. „So eine Halle gibt es im Kreis Düren noch nicht”, schildert Kanaan die simpel klingende Geschäftsidee, die hinter der Halle steckt. Der 39-Jährige ist selbst Fußball verrückt, spielt in der Reserve von Viktoria Arnoldsweiler. Überdachte Fußballfelder sind gefragt.

Zwischen 50.000 und 100.000 Besucher pro Jahr haben vergleichbare Hallen. Das haben Kranz, die die Enkelin des Dürener Handball-Torwarts Karl Kreutzberg ist, der 1936 olympisches Gold mit der deutschen Mannschaft gewonnen hat, und Kanaan recherchiert.

Neben Fußballmannschaften soll sich das Angebot vor allem an Hobby-Kicker richten. „Wir werden auch die Möglichkeit bieten, dass Leute einfach die Sportsbar besuchen, um gemeinsam Fußballspiele im TV zu schauen. Wir werden auch ein Angebot für Kindergeburtstage und andere Feiern schaffen”, sagt Kanaan. Zudem planen die beiden künftigen Betreiber, Schulen vormittags eine Möglichkeit zum Fußballspielen zu geben.