Nörvenich: Neue Radarsäule: Mit Laser gegen Raser

Nörvenich: Neue Radarsäule: Mit Laser gegen Raser

Eine neue Radarsäule an der L 495 bei Nörvenich soll einen Unfallschwerpunkt entschärfen helfen. Die Zahlen sind ernüchternd: Sieben Verkehrsunfälle in drei Jahren, ein Toter, zwei Schwer- und fünf Leichtverletzte. Diese Bilanz steht für die Kreuzung der L 495 mit der L 263/Oberbolheimer Straße bei Nörvenich zu Buche.

Nachdem die Polizei den Abzweig nach Oberbolheim Ende Dezember 2010 als Unfallhäufungspunkt eingestuft hatte, hat die Unfallkommission des Kreises reagiert. Auf ihren Beschluss hin wurden die Fahrbahnmarkierungen im Kreuzungsbereich geändert, die Stopp-Schilder neu positioniert und eine Querungshilfe für Fußgänger eingebaut.

Zudem wird das zulässige Höchsttempo 70 auf der L 495 künftig von der stationären Geschwindigkeitsmessanlage überwacht. Zurzeit wird die Radarsäule aufgestellt. Gemessen wird in beide Fahrtrichtungen der L 495, die als Zubringer zur Autobahn 61 dient. 20 000 Euro investiert der Kreis in den neuen Messpunkt. Oberbolheims Ortvorsteher Günter Eulberg hatte sich nach dem Bau der Querungshilfe weiterhin für die station äre Radarüberwachung stark gemacht. Unterstützt wurde seine Forderung von Nörvenichs Bürgermeister Hans-Jürgen Schüller. Die Unfallkommission, bestehend aus Vertretern der Kreispolizeibehörde, des Straßenverkehrsamtes und der Straßenbaulastträger, hatte das Anliegen geprüft und beschlossen.

Erst vor wenigen Tagen hatte NRW-Innenminister Ralf Jäger verstärktes Vorgehen gegen Raser angekündigt. 95 Prozent aller Unfälle seien auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen, sagte Jäger, zu schnelles Fahren die Ursache Nummer eins. Der Kreis Düren unterhält derzeit 17 Radarstationen (jede Fahrtrichtung zählt als eigene Station) und verfügt über sieben Kameras. Die von einem Traktor zerstörte Radarsäule an der L 249 bei Blens wird in diesen Tagen ebenfalls wieder aufgebaut.

Mehr von Aachener Nachrichten