Neue Aula für Realschule Wernersstraße

Realschule Wernersstraße : Der Umbau startet Ende Februar

Dass Helmut Harperscheid, Leiter des Amtes für Gebäudemanagement der Stadt Düren, jüngst jubelnd über den Rathausflur gerannt ist, ist leider nicht überliefert. Grund dazu hätte er allerdings gehabt. Für den neuen Verbindungsbau der Realschule Wernersstraße samt neuer Aula und Klassenräumen liegt ihm die lange erwartete Baugenehmigung vor.

Im Sommer sollte mit dem Abriss des jetzigen Flachbaus begonnen werden. Daraus wurde nichts, weil die Abrissgenehmigung fehlte. Die trudelte dann zwar später ein, aber auch für die Herbstferien reichte es nicht mehr, weil der Abriss ohne gleichzeitige Baugenehmigung nur wenig Sinn machte. „Die Baugenehmigung liegt uns jetzt vor. Derzeit arbeiten wir an den Ausschreibungen“, sagt Harperscheidt. Abhängig vom Wetter ist sein Ziel nun, Ende Februar mit dem Abriss zu beginnen.

„Das stellt uns vor neue logistische Herausforderungen, wenn wir das im laufenden Schulbetrieb bewältigen wollen“, betont er. Seine Idealvorstellung: Der Verbindungsbau wird über den Zugang Wernersstraße abgerissen. „Das hätte den Vorteil, dass ich mit dem Schulhof nicht in Konflikt komme“, erklärt Harperscheidt. Der Nachteil: Er muss eine Treppe überwinden, beschädigt die Außenanlage und trifft zudem noch auf eine Versorgungstrasse. „Diese logistischen Probleme müssen wir jetzt noch klären“, sagt Harperscheidt.

Rund 1,25 Millionen Euro kostet der neue Verbindungsbau, der von Architekt Klaus Hollenbeck entworfen wurde. Hollenbeck hatte zuletzt in Düren den Umbau des Papiermuseums realisiert. Nach seinen Vorstellungen soll der neue Verbindungsbau als zentraler Eingangsbereich fungieren und gleichzeitig als Aula und Treffpunkt für die Schüler dienen. Im Obergeschoss gäbe es zudem Platz für zwei Klassenräume. Die Zweigeschossigkeit sorgt gleichzeitig für eine bisher nicht vorhandene Verbindung zum Erweiterungsbau und ermöglicht zudem, dass die im Bereich der gegenüber befindlichen Martin-Luther-Schule in Container ausgelagerten Werkräume zurück in die Schule geholt werden können.

Weiterer Pluspunkt: Für die Nutzung der Turnhalle muss man künftig nicht mehr das Schulgebäude betreten. Das ist vor allem für die Vereine wichtig, die nach Schulschluss die Halle nutzen. Gespart hat man sich so zudem auch die Kosten für ein ansonsten notwendiges zweites Fluchttreppenhaus. Ging Harperscheidt ursprünglich davon aus, dass bei einem Baubeginn im Sommer mit einer Fertigstellung Mitte 2019 zu rechnen ist, dürfte es jetzt eher Frühjahr 2020 werden, bis die neuen Räume zur Verfügung stehen.

(bugi)
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