Düren: Nach der Play-off-Niederlage: Abruptes Aus, Tränen und Spekulationen

Düren : Nach der Play-off-Niederlage: Abruptes Aus, Tränen und Spekulationen

Der Mannschaftskapitän zeigte Emotionen: Nach dem Aus der SWD Powervolleys im Play-off-Viertelfinale gegen die Hypo Tirol Alpen Volleys kamen Jaromir Zachrich die Träne. Mehrmals musste der Spielführer die Augen trocknen.

Der Mittelblocker war in seiner Trauer über das abrupte Ende der Spielzeit 17/18 zwar nicht alleine, weil auch seine Mannschaftskameraden frustriert waren, doch seine Enttäuschung linderten zwei Mannschaftskameraden auf eindrucksvolle Art und Weise: Michael Andrei und Tim Broshog, wie Jaromir Zachrich Mittelblocker nahmen ihren Mitspieler in die Mitte und trösteten ihn.

„Es war schon eine aufreibende Situation. Ich war sehr überzeugt, dass wir in das Halbfinale einziehen würden, glaubte wirklich, dass wir sie schlagen könnten, aber dann überfiel uns im vierten Satz eine Lähmung“, sagte Zachrich.

Für ihn persönlich war die Spielzeit 17/18 nicht die befriedigendste: „Sie war durchswachsen, weil ich selbst nicht viele Spielanteile hatte, aber für uns als Team war sie eine gute, auch weil einen sehr guten Zusammenhalt hatten. Schade, dass wir zum Schluss etwas hinter unserem Potenzial geblieben sind.“

Dass eben dieses letzte Spiel, in dem die Dürener nicht zu ihrer Heimstärke gefunden haben, in Erinnerung bleiben soll, möchte Gesellschafter Erich Peterhoff, der mit dem Sportlichen Leiter Goswin Caro und Trainer Stefan Falter, die Kaderplanung vorantreibt, eben nicht: „Der letzte Eindruck darf nicht der entscheidende sein.

Die Mannschaft hat trotz der Verletzungen der wichtigen Stammspieler Romans Sauss und Dirk Westphal in einer starken Liga den vierten Platz belegt. Und im Viertelfinale sind wir gegen ein Team ausgeschieden, dass eben nicht der typische Aufsteiger, sondern einen Team mit finanziellen Möglichkeiten und internationaler erfahrung ist.“ Es gibt nicht wenige Experten, die den österreich-deutschen Kombo in den nächsten Jahren mindestens die Rolle der Nummer drei im deutschen Volleyball zutrauen.

Die Gespräche

Dürens Verantwortliche haben die ersten Gespräche mit den aktuellen Spielern geführt. Tim Broshog hat ja bereits verlängert, die Außenangreifer Julius Firkal und Romans Sauss haben einen Vertrag für die kommende Saison. Gestern standen Gespräche mit Michael Andrei und Jaromir Zachrich an. Bei Andrei stehen die Zeichen auf Verlängerung. Und auch den Kapitän möchten die Verantwortlichen der SWD Powervolleys weiter an sich binden — vielleicht auch in anderer Funktion.

Dirk Westphal, der erfahrene Außenangreifer, ist für alles offen, auch wenn noch kein Gesprächstermin feststeht. Während für Karli Allik und Evarts Buidids die Zeichen eher auf Abschied deuten, ist die Frage nach der Zukunft der Zuspieler Stijn d‘Hulst und Gilles Braas auch noch nicht geklärt. Eine der denkbaren Möglichkeiten: die Paketlösung. Bleibt der Belgier, bleibt auch der Luxemburger, wenn er wieder eine Freistellung vom Schuldienst bekommt.

Spekuliert wird auch über die Zukunft von Libero Blair Bann. Fünf Spielzeiten war der Kanadierder Abwehrchef bei den Powervolleys. Die aktuelle ist vielelicht seit letzte gewesen. Auf jeden Fall soll sich Bann, so der Wunsch der Dürener, 2018 früher entscheiden, als es ihm den vergangenen Jahre zugestanden wurde.

(sis)
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