Düren: Nach der Amok-Tat: Polizei warnt vor Drohungen

Düren: Nach der Amok-Tat: Polizei warnt vor Drohungen

Die schrecklichen Vorfällen in Winnenden haben Auswirkungen bis nach Düren. Die hiesigen Polizeibeamten mussten in Stadt und Kreis Düren seit dem Amoklauf vor etwas mehr als einer Woche insgesamt zwölf Hinweisen nachgehen.

„Der klassische Trittbrettfahrer war nicht dabei”, so teilte der Sprecher der Polizei, Ralf Meurer, mit. Aber die Polizei habe doch die Hinweise sehr ernst genommen.

Die Bevölkerung und auch die Polizei sind derzeit höchst sensibel was auffälliges Verhalten von Jugendlichen betrifft. So komme es derzeit vermehrt zu Hinweisen und in der Folge zu Einsätzen der Polizei. Einer der Zwölf hatte in einem Internet-Chat auffallend viel über den Tod geschrieben.

Ein anderer soll etwas von einem Amoklauf gesagt haben, was ein Zweiter gehört und einem Dritten erzählt hatte. „Alles unbedachte Äußerungen”, die anderen einen Schrecken versetzt hätten, meinte Meuser. Es ging auch um Kritzeleien, aber letztlich haben die Beamten keine Anhaltspunkte für Gefahr gefunden. Betroffen waren in allen Fällen Jungen.

Das wird teuer

Meuser sagte ausdrücklich an die Adresse derer, die drohen wollen: „Ich kann nur warnen.” Bei Entdeckung wird es sehr teuer. Das Spielen mit der Angst andere Menschen „ist abscheulich”, so auch Polizeisprecher Paul Kemen in Aachen. Es sei kein Unfug, und es werde in voller Härte bestraft. Die Kosten für den aufwenigen Polizeieinsatz würden in Rechnung gestellt.

Es gibt in Aachen Familien, die wegen der anonymen Drohungen ihrer Kinder 4000 bis 14.000 Euro in Raten abstottern.

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