Düren: Muttergotteshäuschen: Feierliche Altarweihe an Pfingstmontag

Düren : Muttergotteshäuschen: Feierliche Altarweihe an Pfingstmontag

„Was suchst du?“ heißt das Thema der Wallfahrt zum Muttergotteshäuschen in diesem Jahr, die am kommenden Montag um 19 Uhr mit einer Prozession vom Vorplatz der Annakirche zum Muttergotteshäuschen an der Zülpicher Straße eröffnet wird. Die Eröffnungspredigt hält Weihbischof Rolf Lohmann, dem früheren Wallfahrtsdirektor aus Kevelaer.

Nach mehr als anderthalb Jahren Sanierungsarbeiten wird rechtzeitig zur Wallfahrtseröffnung auch die neue Altarinsel mit einem Baldachin für das Gnadenbild der Gottesmutter Maria, das der Künstler Adam Siepen im Jahr 1880 gemalt hat, präsentiert. Pfarrer Ernst-Joachim Stinkes: „Die neue Altarinsel, die komplett mit Spenden finanziert wurde, steht genau an der Stelle, an der wir bei den Abbrucharbeiten den Sockel jenes Altars fanden, der vor der Kriegszerstörung das Marienbild trug.“ Geweiht wird der neue Altar an Pfingstsonntag, 20. Mai. Die Heilige Messe um 17 Uhr zelebriert der Aachener Weihbischof Dr. Johannes Bündgens.

Darüber hinaus gibt es im Rahmen der Muttergottes-Wallfahrt bis zur Schlussandacht am Freitag, 31. Oktober, viele verschiedene Veranstaltungen. So findet an Christi Himmelfahrt, 10. Mai, nach der Festmesse (10 Uhr) schon zum 17. Mal die traditionelle Motorradweihe statt.

An Pfingstmontag, 21. Mai, lädt der Frauenchor St. Josef unter der Leitung von Reinhard Berg ab 17 Uhr zu einem Festkonzert ins Muttergotteshäuschen ein. Grundsätzlich ist das Muttergotteshäuschen im Mai täglich von 7 Uhr bis 19.30 Uhr geöffnet. Von montags bis freitags findet täglich nach der Rosenkranzandacht um 18 Uhr ab 18.30 Uhr eine Messe statt.

Passend zum Wallfahrtsmotto „Was suchst du?“ gibt es darüber hinaus in der Woche Wortgottesdienste zu den Themen „Wahrheits-Liebe“ (Montag, 7. Mai, 18.30 Uhr), „Fund-Sache“ (Sonntag, 13. Mai, 17 Uhr), „Friedens-Suche“ (Montag, 14. Mai, 18.30 Uhr), „Spuren-Suche (Mittwoch, 16. Mai, 15 Uhr) und „Gottes-Reich“ (Montag, 28. Mai, 18.30 Uhr).

Von Juni bis Oktober ist das Muttergotteshäuschen täglich von 8 bis 19 Uhr geöffnet, dann gibt es jeden Donnerstag an 18.30 Uhr eine Heilige Messe. Während der Annaoktav, also von Samstag, 28. Juli, bis Sonntag, 5. August, bleibt die Kapellenanlage geschlossen.

Aber warum pilgern die Menschen im Dürener Land überhaupt zum Muttergotteshäuschen? Das Muttergotteshäuschen an der Zülpicher Straße wurde 1420 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Schon im Mittelalter begann hier die Marienverehrung.

Eine größere Kapelle

Als im Mittelalter die schwarze Pest wütete, versprachen die Dürener, wenn die Pest aufhören würde, an einer Stelle eine Kapelle zu errichten. Der Ort sollte da sein, wo ein Ochsengespann, das aus der Stadt getrieben wurde, stehen blieb. Das war dort, wo heute das alte Muttergotteshäuschen steht. Weil die alte Kapelle bald zu klein war, wurde 1895 etwa 30 Meter daneben eine größere Kapelle gebaut. In der Kapelle gibt es unter anderem auch eine Fürbittbuch, in der Gläubige ihre Wünsche an die Gottesmutter aufschreiben können.

(kin)
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