Düren: „Musik im Foyer” der Dürener St. Angela-Schule

Düren: „Musik im Foyer” der Dürener St. Angela-Schule

Einmal im Jahr verspricht die Dürener St. Angela-Schule besten Musikgenuss und lädt zur „Musik im Foyer”. Überwältigend viele Zuhörer waren erschienen, so dass die Eingangshalle eigentlich schon zu klein war.

Wieder einmal war es den Musiklehrern gelungen, zusammen mit musikbegeisterten Schülerinnen einen musikalischen Abend zu gestalten, der für die Zuhörer aller Altersgruppen Musikstücke anbot, die man gern hört.

Den Anfang machte Judith Reinartz mit ihrem Solostück „Mein kleiner grüner Kaktus”. Zu ihrer wundervoll pointierten Interpretation, bei der man sich in ein Kleinkunsttheater einer Großstadt versetzt fühlte, begleitete sie sich selbst am Cello. Im weiteren Verlauf dominierten Gruppen die Bühne.

Stimmgewaltige Chöre

So sangen der Unterstufenchor und auch der Mittelstufenchor erstaunlich stimmgewaltig und auch sehr engagiert bekannte Popsongs in neubearbeiteter Fassung. Einzig der Musikvokalkurs der Jahrgangsstufe 12 und der Lehrerchor zeigten mit „Kein schöner Land” und „Ging ein Weiblein Nüsse schütteln”, dass das oft totgesagte Volkslied durchaus sehr ansprechend vorgetragen werden kann.

Beeindruckend waren die Solisten unter den Schülerinnen. So führten die Einlagen von Saskia Widding („Beautiful”) und Courtney Ofunim („As The Deer”), die sich auch am Klavier begleitete, zu langanhaltendem Applaus und dem Wunsch nach Zugaben. Ruhig und präzise brachte das Duo Christina Brach (Vokal) und Victoria Altendorf (Gitarre und Vokal) das Stück „My Immortal” von Evanescence auf die Bühne. Überhaupt zeigten sich die Duos in erstaunlicher Mehrzahl.

Sabine Joris (Vokal) und Georg Weber (Klavier) trugen das Frühlingssonnett von William Shakespeare in eigens komponierter Fassung vor.

Sigrid Tilke (Saxophon) und Georg Weber (Klavier) begeisterten mit einer „Ernte” genannten Stück mit improvisatorischen Elementen. Eine weitere herausragende spielerische Leistung am Klavier zeigte Johanna Jung, die „Gymnopedie No.1„ des französischen Komponisten Erik Satie von 1888 und eine „Solfeggio” bravourös und gekonnt vortrug.

Die Lehrerband und die aus der Songwriting-AG hervorgegangene Formation „Wolkenlos”Êverbanden „handgemachte” Musik gekonnt und professionell mit computerbasierter Musik. Die Lehrerband spielte „Moondance” von Van Morrison und das Jazzstück Cantaloupe Island von Herbie Hancock.

Arbeit hat sich gelohnt

Den Abschluss dieses zwar langen, aber insgesamt äußerst gelungenen Abends bildete die neu zusammengestellte Formation „Wolkenlos” bestehend aus Schülerinnen der Mittelstufe mit dem selbstkomponierten und getexteten „Sommerrap”.

Die Musiklehrer der Schule - Joachim Hochgürtel, Thomas Kahlenbach und Georg Weber - haben in meist außerunterrichtlicher Zeit zusammen mit ganz vielen musikalisch begeisterten und vor allem auch begabten Schülerinnen viel Arbeit geleistet und einen außergewöhnlich guten Abend präsentiert, den man so schnell nicht vergessen wird, und der Lust und Erwartung auf das nächste Musik-Event der St. Angela-Schule weckte.

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