Düren: Museumsvorplatz: Noch gibt es keine Detailplanungen

Düren: Museumsvorplatz: Noch gibt es keine Detailplanungen

Dürens Baudezernent Hans Wabbel kann sich kaum vorstellen, dass es bei der Gestaltung des Museumsvorplatzes eine Bürgerbeteiligung gibt. „Wir haben den Bauausschuss. Das ist das entscheidende Gremium, dem die Pläne vorgestellt werden.”

Der renommierte Architekt Professor Peter Kulka entwickelt derzeit Vorschläge, wie das Areal entwickelt werden könnte. Rund 900.000 Euro sollen verbaut werden, das hat der Stadtrat beschlossen.

SPD und Grüne hatten in dieser Woche gefordert, dass bei den Planungen auch interessierte Bürger und Gremien, wie der Dürener Architektenstammtisch, mit ins Boot geholt werden sollen. Die beiden Parteien formulierten einen Antrag für den Stadtrat.

Baudezernent Wabbel sagte den „DN”, er ginge nicht davon aus, dass sich der Bauausschuss das Projekt aus der Hand nehmen lasse. Die Umgestaltung des Museumsvorplatzes bezeichnete der Dezernent als das „prominenteste Bauvorhaben in den nächsten Jahren”.

Noch lägen keine Ergebnisse von Professor Kulka vor. „Er hat darum gebeten, noch weitere Zeit zu erhalten”, sagte Wabbel, „diesem Wunsch kommen wir nach.” Bis Jahresende erwarte er konkrete Vorschläge. Die Umgestaltung könnte dann in einem guten Jahr abgeschlossen sein.

Unterdessen hat der Leiter des Dürener Gebäudemanagements, Helmut Harperscheidt, Kritik des SPD-Vorsitzenden Düren Mitte-West zurückgewiesen. Friedhelm Wirges sprach beim Museumsanbau von einer Serie von Pannen, die die Stadt teuer bezahlen müsste. Der Sozialdemokrat bezog sich unter anderem auf einen Wassereintritt durch das Glasdach. „Diese Mängel werden derzeit behoben”, sagte Harperscheidt. Der Stadt entstünden keinerlei zusätzliche kosten, weil die bauausführende Firma den Schaden regulieren müsste.

Der Museumsanbau soll vor Weihnachten eröffnet werden.

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