Düren: Museumsvorplatz: „Ende der Geheimhaltung” gefordert

Düren: Museumsvorplatz: „Ende der Geheimhaltung” gefordert

SPD und Grüne fordern eine Bürgerbeteiligung bei der Gestaltung des Museumsvorplatzes. „Die Pläne sollten einem öffentlichen Diskurs zugeführt werden”, sagt Henner Schmidt, Fraktionschef der Dürener SPD.

Schon der Hamerla-Prozess habe verdeutlicht, dass Bürgerbeteiligung ein wichtiger Bestandteil von Entscheidungen der Stadtentwicklung ist”, sagte Verena Schloemer, Fraktionsvorsitzende der Grünen, die mit Schmidt einen entsprechenden Antrag in die nächste Ratssitzung (am Mittwoch, 17 Uhr, Rathaus) einbringen will.

Im so genannten Hamerla-Prozess (benannt nach dem gleichnamigen Stadtplaner) sind verschiedene Stadtentwicklungsprojekte für Düren aufgelistet.

Der Museumsvorplatz wird für rund 90.0000 Euro neu gestaltet. Mit Entwürfen ist der renommierte Architekt Professor Kulka betraut. Details liegen bislang nicht vor.

Schmidt und Schloemer zeigen sich überzeugt, dass „allen gesellschaftlichen Gruppen in Düren die Gelegenheit gegeben werden muss, sich aktiv in den Entscheidungsprozess einzubringen”. Die bisher „von Bürgermeister Larue praktizierte Geheimhaltung kann nicht weiter hingenommen werden”, so die beiden Oppositionspolitiker. Sie sei schädlich für das Vorhaben insgesamt.

Die Parteien wollen eine öffentliche Beteiligung etwa über Bürgerversammlungen erreichen. „Dort sollten Vorschläge gesammelt und in die politische Diskussion eingebracht werden”, sagt Sozialdemokrat Schmidt. Beteiligen sollten sich neben den Bürgern interessierte Gruppen, beispielsweise der Architektenstammtisch.