Kleinhau: Mountainbiken: Demnächst 400 Kilometer durch die Eifel?

Kleinhau: Mountainbiken: Demnächst 400 Kilometer durch die Eifel?

Wer mit dem Mountainbike in der Rureifel unterwegs ist, sucht sich derzeit seine Wege selbst. Mit dem Projekt „Crossing Nature — Mountainbiken in der Eifel“ soll zukünftig ein interessantes und abwechslungsreiches Angebot für die Radfahrer geschaffen werden.

Ein Baustein von „Crossing Nature“ ist ein 400 Kilometer langes Streckennetz, das Teile des Südkreises (Langerwehe bis Heimbach) und Teile des Kreises Euskirchen umfasst. Zweiter Baustein ist ein sogenannter „Bikepark“ in der Gemeinde Hürtgenwald, auf dem vor allem die Downhill-Fahrer auf ihre Kosten kommen sollen.

Anne Schüssler vom Amt für Kreisentwicklung und -straßen der Kreisverwaltung brachte am Donnerstag in der Sitzung des Tourismusausschusses der Gemeinde Hürtgenwald die Politiker auf den neuesten Stand.

„Wie beim Skilaufen gibt es auch beim Mountainbiken mehrere Arten, den Sport auszuüben“, erklärte Anne Schüssler. Für die Langläufer der Radfahrer soll das 400-Kilometer-Wegenetz ausgewiesen werden, die Abfahrt-Fans bekommen mit eigenen Downhill-Pisten im „Bikepark“ ihr Revier.

Etwa 353 000 Euro stehen bereit, 80 Prozent davon kommen aus EU-Fördertöpfen. Der Kreis Düren steuert etwa 43 800 Euro hinzu, der Kreis Euskirchen beteiligt sich mit rund 26 800 Euro.

„Alle Strecken des Wegenetzes werden auf bereits vorhandenen Wegen ausgewiesen“, betonte Anne Schüssler. Die Planungen seien bereits zum fünften Mal überarbeitet worden, nachdem viele „Optimierungshinweise“ unter anderem von der Unteren Landschaftsbehörde, dem Eifelverein, dem Nationalpark und den Naturschutzverbänden kamen.

So wurden beispielsweise Biotope, Wasserschutz- und Wildwechselgebiete ausgespart. Der Hauptwegewart des Eifelvereins ist in die Planungen eingebunden, betonte Anne Schüsseler. „Wir erhoffen uns von der Ausweisung der Strecken auch eine Bündelung und Lenkungsfunktion“, erklärte sie. „Sensible Bereiche sollen so entlastet werden.“ In „langfristigen Kooperationen“ mit Vereinen und Radsportlern soll die Kontrolle des Streckennetzes gesichert werden.

Für den „Bikepark“ hingegen sollen behutsam zum Teil neue Wege angelegt beziehungsweise Pfade ausgebaut werden. Bis zum Jahr 2030 muss der Betrieb dieses Parks gesichert werden, um nicht womöglich Fördergelder rückerstatten zu müssen. Mehrere vertiefende Artenschutzgutachten wurden in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse noch ausstehen. Mehr Details und konkrete Wegstrecken sollen voraussichtlich bei der Sitzung des Kreisentwicklungsausschusses am Mittwoch, 19. März, 16 Uhr, im Kreishaus, Sitzungssaal 130, vorgestellt werden.

(sj)