Kleinhau: Monster-Kran stellt zwei Windkraftanlagen auf

Kleinhau: Monster-Kran stellt zwei Windkraftanlagen auf

Er heißt LTM 11 200 und ist berühmt. Er soll der größte Hydraulikkran der Welt sein und war gestern die Attraktion in Kleinhau. Genau zwischen Kleinhau und Brandenberg steht das 108 Tonnen schwere Arbeitsgerät. Hobbyfotografen versuchen seit Tagen, es mitsamt der neuen Windkraftanlage ins Bild zu setzen.

Die beiden alten Windkraftanlagen, 45 und 60 Meter hoch, sind in den vergangenen Wochen abgebaut worden. Zwei neue Anlagen sind deutlich höher (98 Meter Nabenhöhe) und werden mehr Strom produzieren.

Der Monster-Kran LTM 11200 konnte mit Hilfe eines ebenfalls eindrucksvollen Krans in anderthalb Tagen aufgebaut werden. Doch bis es soweit war, mussten Betreiber Werner Jandorf und die vielen Miteigentümer einen langen Weg, gepflastert mit bürokratischen Hürden zurücklegen. Er sei „mit 18 Aktenordnern” zur Genehmigungsbehörde gefahren, am 6. Dezember 2010 sei die Bewilligung erteilt worden, „zufällig am Nikolaustag, wie es auch bei der Vorgängeranlage der Fall war”.

Der Turm der Windkraftanlage steht, jetzt werden noch das Maschinenhaus, der Generator und die Nabe, an der sich die Rotorblätter befinden, aufgesetzt. Wenn dies geschehen ist, wird die zweite, ebenfalls neue Windkraftanlage aufgestellt. Knapp zwei Wochen dauert es, einen Turm aufzusetzen, in vier Tagen haben die Arbeiter den Rest installiert. In Schmidt wurde ebenfalls schon eine dieser großen Windkraftanlagen aufgestellt. Zwei weitere sollen folgen.

Zurück zum Kran. Das Fahrgestell ist ein Neunachser, der wurde auf einem Zwölfachser-Tieflader nach Kleinhau transportiert. Der Kran ist voll ausgefahren 110 Meter hoch. Kranfahrer Matthias Ebbert ist mächtig stolz auf seinen „weltgrößten Teleskopkran”, wie er sagt. Er erklärt in Arbeitspausen jeden die Einzelheiten.

Mehr von Aachener Nachrichten