Ludwig-Rixen-Platz: Moderne Mietwohnungen für die Umsiedler von Morschenich

Ludwig-Rixen-Platz : Moderne Mietwohnungen für die Umsiedler von Morschenich

Am Ludwig-Rixen-Platz im Umsiedlungsort sollen nach aktuellen Planungen der Gemeinde und dem Dürener Bauverein 30 Zwei- bis Drei-Zimmer-Mietwohnungen entstehen, die zwischen 60 und 90 Quadratmeter groß sind. Zudem könnte in den zwei Objekten am zentralen Platz des neuen Dorfes eine 135 Quadratmeter große Arztpraxis entstehen.

In Morschenich-Neu ist vieles in Bewegung. Etliche Bürger sind schon eingezogen, einige Häuser kurz vor der Fertigstellung. Die Umbettung der Gräber hat begonnen, an der Infrastruktur für das Dorf- und Vereinsleben wird gebaut. Ende des Jahres sollen auch die Bauarbeiten für die neue Kita beginnen. Am 31. August waren 173 Bürger im neuen Dorf gemeldet. Derzeit erfolgen schon erste Grundstücksvergaben an Kinder der Umsiedler.

Nun liegt im alten Dorf auch ein unscheinbares Haus, das den Namen „Ludwig-Rixen-Stift“ trägt. Dabei handelt es sich um ein Objekt mit vier Wohneinheiten für finanziell schwache Personen und Familien. Das Objekt wurde der Gemeinde übertragen, die dahinterstehende Stiftung speist sich aus Pachteinnahmen.

„Die Gemeinde legt großen Wert darauf, den Mietern die Möglichkeit zur Umsiedlung an den neuen Standort zu ermöglichen“, sagt Bürgermeister Georg Gelhausen (CDU). Er und die Politik möchten aber einen Schritt weiter gehen und in diesem Zusammenhang im neuen Dorf mit dem Dürener Bauverein mehr Mietwohnraum schaffen.

So sollen neben dem Ersatz für die vier Wohnungen des „Ludwig-Rixen-Stifts“ auch bisher noch nicht versorgte Mieter aus dem Altort die Möglichkeit haben, nach Morschenich-Neu umzuziehen. Bislang nicht versorgte Mieter sind Menschen, die im Altort in Mietobjekten wohnen, deren Besitzer jedoch im neuen Ort keinen Ersatzwohnraum schaffen. Die anderen Wohnungen kämen auf den freien Markt.

Auch eine „sozialverträgliche Unterbringung anerkannter Flüchtlinge“ ist laut Verwaltung denkbar. Der Dürener Bauverein hat bereits Pläne für die beiden Objekte entworfen. Derzeit ist angedacht, dass die Grundstücke im Eigentum der Gemeinde bleiben und der Bauverein die Gebäude über ein Erbbaurecht baut.

Nach Informationen des Bürgermeisters stehen zunächst noch Verhandlungen mit dem RWE über die Entschädigungszahlungen für das „Ludwig-Rixen-Stift“ und Baukostenzuschüsse für die bislang nicht versorgten Mieter an.

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