Düren: Modellkommune: Stadt Düren bietet viele Dienstleistungen online

Düren: Modellkommune: Stadt Düren bietet viele Dienstleistungen online

Von heimischen Computer aus Behördengänge erledigen — oder unterwegs mit dem Tablet: Das ist längst keine Zukunftsmusik mehr. Die Stadt Düren bietet eine Vielzahl von Onlinediensten an und will künftig diese Angebote, die unter der Bezeichnung „E-Government“ (Elektronische Regierung) zusammengefasst werden können, erweitern.

Düren ist seit dem vergangenen Jahr Modellkommune. Das Rathaus setzte sich in einem bundesweiten Wettbewerb durch und wird vom Innenministerium in Berlin zwei Jahre bei der Konzeption und Umsetzung von Online-Diensten unterstützt.

Das „E-Government“ soll die Abläufe und damit den Aufwand für den Bürger im Umgang mit der Behörde vereinfachen. Stichwort: Bürgerfreundlichkeit. Das Online-System soll aber auch innerhalb des Verwaltung Arbeitsabläufe verschlanken, nicht, „um Personal abzubauen, sondern um die steigenden Anforderungen bewältigen zu können“, sagt Maria Welter, Leiterin des Hauptamtes bei der Stadt Düren, und Mit Kämmerer HaralsD Sievers Mitglied des Lenkungskreises für Online-Dienstleistungen. Stichwort: Entlastung des „immer knapper bemessenen Personals“.

Seit mehr als zehn Jahren ist das Dürener Rathaus auf dem Weg, „E-Government“-Kommune zu werden. So wurde 2003 das so genannte Ratsinformationssystem eingeführt, mit sich Bürger über die Arbeit und Sitzungen politischer Gremien informieren können. Ebenso ist es seit 2003 möglich Bestände der Stadtbücherei inline zu durchsuchen. Die Angebote sind steig erweitert worden.

Heute können online Termine mit der Verwaltung gemacht werden oder Fundsachen auf digitalem Weg gesucht werden. Anwohnerparkausweise sind per Computer zu beantragen, Hunde können über das Internet angemeldet werden. Derlei Angebote sind über das Bürgerportal (www.onlinedienste.dueren.de) zusammengefasst. Mittlerweile ist der neue Personalausweis eingebunden. Mit Hilfe eines Lesegerätes ist eine Identifikation möglich, so dass auch einige Behördengänge erledigt werden können, für die sich der Bürger ausweisen muss.

Bis Ende 2015 sollen weitere Dienste, etwa eine Kita-Platz-Anmeldung oder eine Reservierung von öffentlichen Räumen beispielsweise für private Feiern möglich sein. Zudem denkt „E-Government“-Projektleiterin Petra Rothkranz daran, ein Online-Bezahlsystem zu etablieren, über die

Um die Nachfrage nach Internet-Dienstleistungen zu ergründen, hat die Stadt Düren eine Bürgerbefragung durchgeführt. Gewünscht ist unter anderem, Karten für Veranstaltungen online kaufen zu können. Für die Stadtverwaltung bedeutet die Etablierung von „E-Government“-Dienstleistungen „auch einen Imagegewinn“, wie Maria Welter sagt. So soll auch das Klischee von verstaubten Akten bis 2020 der Vergangenheit angehören. Bis dahin soll die digitale Akte Einzug in die Büros gehalten haben.

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