Düren: Mit Flüssigseife gegen die Grippe-Viren

Düren: Mit Flüssigseife gegen die Grippe-Viren

Trotz Schweinegrippe: Ab nächster Woche beginnt für Dürener Schüler planmäßig das neue Schuljahr. Überlegungen die Ferien in NRW wegen der neuen Grippe zu verlängern, erteilte Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann am Dienstag eine Absage.

In Düren ist das jedoch kein Grund, nervös zu werden. Vorsichtsmaßnahmen wurden getroffen.

Dabei orientiert man sich an den Vorgaben aus dem Landesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales, wie der Dürener Schulamtsleiter, Dirk Keimes, berichtet: „Vom Ministerium haben alle Schulen und Schulträger ein Faltblatt mit Hygienemaßnahmen zur Eindämmung der neuen Grippe bekommen.”

Besonders wirksam und wichtig ist laut Faltblatt ein regelmäßiges Waschen der Hände. Dafür stellt das Schulamt sicher, dass an den Dürener Schulen genug Flüssigseifenspender und Papierhandtücher vorhanden sind.

„Das muss zunächst einmal ausreichen.” Nun sei es an den Lehrern, die Schüler für das Thema zu sensibilisieren.

Und das will man an den Schulen auf jeden Fall tun. „Wir werden die Schüler zu Beginn des Unterrichts darauf aufmerksam machen, dass sie Begrüßungsrituale unterlassen sollen”, sagt etwa der Leiter des Burgau-Gymnasiums, Andreas Grüderich. Das Küsschen auf die Wange unterbleibt also besser bis auf Weiteres.

Auch an den beiden Dürener Realschulen Bretzelnweg und Realschule Nord wollen die Lehrer ihre Schüler darauf hinweisen, sich häufig die Hände zu waschen. Dort rechnet man nicht damit, wegen der Schweinegrippe vor leeren Schulbänken stehen zu müssen. Solch eine Situation erwartet man auch beim Dürener Kreisgesundheitsamt nicht. Dr. Marianne Hoff-Gehlen, Leiterin des Amtes, ist sich sicher, dass es keine Schulschließungen wegen der neuen Grippe geben wird.

„Wenn ein Schüler erkrankt, läuft der Unterricht normal weiter.” Schließlich seien die Verläufe der Krankheit bisher sehr milde. „Daher wollen wir so verfahren wie bei den normalen saisonalen Grippefällen im Winter”, so Hoff-Gehlen weiter. Und da würden schließlich auch keine Schulen geschlossen.

Die Leiterin des Kreisgesundheitsamtes kann sich lediglich vorstellen einzelne Klassen zu schließen, falls so viele Lehrer oder Schüler erkrankt seien, dass der Unterricht nicht mehr aufrecht erhalten werden könne. Sie ist aber zuversichtlich, dass dies nicht passiert.

Auch am Burgau-Gymnasium ist man optimistisch: „Nach allem, wie es im Moment aussieht, wird es ein ganz normaler Schulbeginn”, sagt Andreas Grüderich.

Derzeit 37 Schweinegrippefälle im Kreis Düren

Aktuell gibt es im Kreis Düren 37 Fälle der Schweinegrippe. Während in Düsseldorf Mitarbeiter der Stadtverwaltung nach ihrem Urlaub auf die neue Grippe untersucht werden, hält Dr. Marianne Hoff-Gehlen dies in Düren für nicht sinnvoll.

„Das ist eine Einzelaktion von Düsseldorf, die medizinisch keinen Sinn ergibt und extrem teuer ist.” Die Viren der Grippe seien höchstens 24 Stunden bevor die Symptome auftreten würden nachweisbar.