Düren: Mit einem starken Partner auf der Schiene

Düren: Mit einem starken Partner auf der Schiene

Nein, bis Dänemark fährt die Dürener Rurtalbahn noch nicht. Das wird wohl auch so bleiben. Aber mit der Dänischen Staatsbahn will die Rurtalbahn künftig in eine gewinnträchtige Zukunft fahren. Die Rurtalbahn tummelt sich längst nicht mehr nur auf dem überschaubaren Netz zwischen Heimbach und Linnich.

Neben dem überregionalen Güterverkehr betreibt man seit dem Jahr 2005 eine Strecke im Frankfurter Raum. Dort soll ab Dezember das Wachstum fortgesetzt werden. War man bisher eine Kooperation mit der Stadt Frankfurt eingegangen, will man nun mit dem neuen Partner, der Dänischen Staatsbahn, den Rheingau befahren.

Der Regionalexpress startet in Frankfurt, fährt über Wiesbaden und Koblenz bis nach Neuwied. Rund 90 Millionen investieren die beiden Unternehmen in das Projekt Rheingau, und das in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Allein 19 Elektrotriebwagen hat man in Berlin bestellt, die auf der rechten Rheinseite bis zum Jahr 2023 den Betrieb aufnehmen sollen. Den zukünftigen Investitionsbedarf schätzt Rurtalbahn-Geschäftsführer Achim Schmitz für die Zukunft gar noch deutlich höher: 270 Millionen seien es, die in den nächsten Jahren auf die Rurtalbahn zukommen könnten.

Grund genug also, sich nach einem finanzkräftigen Partner umzusehen, der über internationale Erfahrung verfügt. Immerhin stehen in den kommenden Jahren mehrere Strecken zur Ausschreibung an - in sechs Jahren auch das Netz der Rurtalbahn selbst. Schmitz: „Durch die Kooperation mit der Dänischen Staatsbahn können wir bundesweit antreten”, erhofft sich der Geschäftsführer. Umgekehrt verspricht sich das Dänische Unternehmen mit dem deutschen Kooperationspartner bessere Chancen auf dem deutschen Markt.

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