Wollersheim: Mit Bewegung die Sinne trainieren: Pilotprojekt in der Wollersheimer Kita

Wollersheim : Mit Bewegung die Sinne trainieren: Pilotprojekt in der Wollersheimer Kita

Kinder frühzeitig zu fördern, Bewegung wieder normal werden zu lassen und eine Prävention im Bereich Übergewicht zu schaffen — das sind die Ziele des Pilotprojektes „Bewegt aufwachsen“. Hierbei geht es darum, die Kinder bewegungstechnisch zu schulen und so nicht nur die Motorik und die Sinne zu trainieren, sondern auch die Vernetzung der Synapsen im Gehirn voranzubringen.

Das Projekt wird federführend vom Kreissportbund Düren in Zusammenarbeit mit dem Grundschulverbund Nideggen und der Techniker Krankenkasse umgesetzt und läuft gleichzeitig in den Grundschulen Nideggen, Schmidt und Embken. Erstmals ist nun mit der Kita Heilig Kreuz in Wollersheim auch ein Kindergarten in das Programm eingebunden. Sebastian Lieberth vom Kreissportbund Düren berichtete bei der Vorstellung des Projektes, dass das Programm und die entsprechenden Übungen für einen Kindergarten bereits länger vorlägen, doch erst ein passender Kindergarten gefunden werden musste.

Der zertifizierte Bewegungskindergarten in Wollersheim bot sich hierfür bestens an. „Wir sind riesig stolz darauf, dass wir mitmachen dürfen“, betonte Marlene Lennartz, Leiterin der Kita Heilig Kreuz. Der Kindergarten hatte sich bereits früh der Bewegung für Kinder verschrieben und so gibt es nicht nur in jeder Gruppe spezielle Räume für Bewegung, sondern zusätzlich auch einen Sportraum im Untergeschoss und Bewegungsangebote an fast jeder Ecke, wie etwa ein Bällebad und eine Bobby-Car-Rennstrecke.

„Wer sich gut bewegt, kann gut denken“, erläuterte Marlene Lennartz den Ansatz, den der Bewegungskindergarten verfolge. Bei dem Test, der im Kindergarten jedes halbe Jahr durchgeführt wird und in den Grundschulen in Klasse 2 und 4, müssen die Kinder verschiedene, extra auf ihr Alter abgestimmte Aufgaben absolvieren, wie etwa möglichst weit springen, lange auf einem Bein balancieren, Sachen mit den Zehen greifen oder über Boxen und Leitern klettern.

Teilnehmerurkunde

Nach dem Test erhält jedes Kind eine Teilnehmerurkunde und die Eltern eine Auswertung, in der genau aufgelistet ist, was das Kind gut kann und wo noch Förderungsbedarf besteht. Aufbauend auf dem Test sollen gezielt Motorikangebote und Sportkurse den Kindern zugänglich gemacht werden, denn Sport und Kognition hingen maßgeblich zusammen, erklärte Lieberth.

Auch Konrektorin Martina Klausmann vom Grundschulverbund Nideggen war zugegen und schaute sich das Projekt im Kindergarten an. „Es ist toll zu sehen, wie viel Spaß die Kinder haben und hoffentlich so mehr Sport machen“, sagte sie. Die Kinder für Sport zu begeistern, das hoffen alle Beteiligten. Den kleinen Teilnehmern machte der Test jedenfalls riesig Spaß. Arina Karlhor sagte: „Ich habe mich sehr gefreut auf heute.“ Eine der Lieblingsübungen der Kinder war der Affe — dabei mussten die Kinder klettern und kraxeln. Doch auch das Springen, Balancieren und Fangen von Ringen gefiel den Kindern sehr gut.

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