Menschen mit Behinderung musizieren: Mit Akkordeon, Flöte, Gitarre und Klavier

Menschen mit Behinderung musizieren : Mit Akkordeon, Flöte, Gitarre und Klavier

Für Wiltrud Maaßen, Manuela Küpker, Udo Kinkel, Thomas Steiert, Wolfgang Meinhold, Kirsten Conradi, Markus Pütz, Achim Schmolt, Gaby Wolff, Michael Hefter und Helga Gräfrath wird es langsam ernst.

Nur noch drei Tage, dann laden die elf Musiker des „Vereins zur musikalischen Förderung geistig behinderter Menschen“ zu ihrem 22. „Kleinen Herbstkonzert“ ins Töpfereimuseum Langerwehe ein. Für ihr Publikum haben sie im vergangenen Jahr ein abwechslungsreiches Konzertprogramm mit Werken aus der Barockzeit, zeitgenössischen Stücken und bekannten Melodien einstudiert.

Gemeinsame Schulzeit

Ihre ersten musikalischen Schritte sind die elf Musiker alle in der Christophorus-Schule in Düren gegangen. Heute arbeiten die geistig behinderten Menschen fast alle in den Rurtalwerkstätten – was sie verbindet, ist nach wie vor die Musik.

Musiziert wird beim „Verein zur musikalischen Förderung geistig behinderter Menschen“ mit Blockflöte, Gitarre, Akkordeon, Klavier und verschiedenen Schlaginstrumenten. Natürlich kommt es bei den wöchentlich stattfindenden Proben vor allem auf das Einstudieren der richtigen Töne an, mindestens genauso wichtig ist aber auch das Erlernen musikalischer Grundtechniken sowie das aufeinander Achten beim Zusammenspiel in der Gruppe. „Die Proben sind manchmal anstrengend“, erzählt Michael Hefter. „Aber sie machen auch viel Spaß.“

Die meisten der elf Musiker spielen nach Noten, Thomas Steiert (Gitarre) und Michael Hefter (Flöte) musizieren jedoch ausschließlich nach ihrem Gehör. Das ist vor allem bei vollkommen unbekannten Musikstücken eine echte Herausforderung.

So oder so: Alle elf Musiker werden am Samstag neben dem gemeinsamen Musizieren in der Gruppe auch ihr Können als Solisten unter Beweis stellen. „Wir sind schon ein bisschen aufgeregt und hoffen, dass alles gut klappt“, sagt Manuela Küpker, die am Samstag mit ihrer Sopranflöte zu hören sein wird. „Aber wir freuen uns auch sehr auf unser Konzert. Wir möchten, dass unsere Zuhörer mit uns einen schönen Nachmittag erleben.“

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