Geschwindigkeitsbegrenzung: Wo soll’s in Merzenich Tempo 30 geben?

Geschwindigkeitsbegrenzung : Wo soll’s in Merzenich Tempo 30 geben?

Es könnte das letzte Kapitel der scheinbar unendlichen Geschichte „Verkehrsberuhigung in Merzenich“ sein, das gerade geschrieben wird. Am Mittwoch, 13. März, beraten die Mitglieder des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Strukturentwicklung (AWS) ab 18 Uhr im Rathaus darüber, für welche Straßen eine Tempo-30-Regelung eingeführt werden soll.

Im September des vergangenen Jahres haben die Initiative „Zone 30 Merzenich“ und die Verwaltung einen gemeinsamen Antrag ans Straßenverkehrsamt gestellt, der zum Ziel hatte, den bestehenden Zone-30-Bereich auf den gesamten Ortsteil Merzenich auszuweiten. Anfang dieses Jahres antwortete die Behörde, dass dafür die Abschaffung der Ampelanlage am Lindenplatz nötig wäre.

Der Rat der Gemeinde beschloss Mitte Februar aber, dass die Ampelanlage bestehen bleiben und optimiert werden soll, ein Kreisverkehr an dieser Stelle wurde mehrheitlich abgelehnt. Um die Geschwindigkeit auf den Straßen zu drosseln wird es keine Tempo-30-Zone, sondern einzelne Geschwindigkeitsbegrenzungen auf den Straßen geben. Auf Antrag der SPD hat die Verwaltung nun ausgearbeitet, an welchen Straßen dem Wunsch der Bürger nach einem Tempolimit von 30 Stundenkilometern ohne großen Aufwand nachzukommen ist.

Hauptachsen unattraktiv machen

Die Verwaltung schlägt folgende Straßen vor: Steinweg und Bergstraße, ab dem S-Bahn-Parkplatz bis zur Ampelanlage, Dürener und Händelstraße sowie Bahn- und Jahnstraße. „Das sind die Hauptachsen, die als Abkürzungen zwischen Düren und der S-Bahnstation oder der Autobahn befahren werden“, sagt Bürgermeister Georg Gelhausen (CDU).

Foto: grafik

Diese Strecken unattraktiv für den Durchgangsverkehr zu machen sei besonders wichtig, betont er. Im Antrag der Sozialdemokraten sind zusätzlich noch der Valdersweg und die Mühlenstraße als mögliche verkehrsberuhigte Straßen genannt. Die finden im Vorschlag der Verwaltung jedoch keine Erwähnung, da es dort kein Problem mit dem Durchgangsverkehr gebe. „Dem Ausschuss steht frei, weitere Straßen dazu zu nehmen“, sagt Gelhausen.

Nach der AWS-Sitzung werden die Straßen abschließend vom Rat beschlossen (28. März) und anschließend an das Straßenverkehrsamt weitergegeben. Nachdem das Amt die Beschilderung angeordnet hat, können die entsprechenden Schilder montiert werden. Gelhausen: „Ich hoffe auf eine schnelle Bearbeitung, damit wir das Thema wirklich beenden können.“

Hoffnungen hat er auch für eine baldige Verkehrsberuhigung in Golzheim. Bereits seit mehreren Jahren bemühen sich Politik und Verwaltung vergebens um eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer. Durch die Ort­schaft führen eine Bundes- und eine Landstraße, die übrigen Straßen sind bereits als Tempo-30-Zone ausgewiesen. „Bisher ist das am Straßenverkehrsamt gescheitert, aber es wird einen Ortstermin mit dem Landrat und dem Straßenverkehrsamt geben, damit wir zu einer guten Lösung für die Golzheimer kommen“, sagt Gelhausen.

(wel)
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