Merzenich: Merzenich macht Senioren mobil

Merzenich: Merzenich macht Senioren mobil

Vom Schreibtisch aus zu entscheiden, ist eine Sache. Mit dem Bürger vor Ort gemeinsam zu planen, die viel bessere. Diese Erfahrung macht man derzeit in der Gemeinde Merzenich. Der Auslöser: Die Gemeinde Merzenich ist am Donnerstag nun auch offiziell dem Netzwerk „Verkehrssichere Städte und Gemeinden im Rheinland“ beigetreten.

„Unser Ziel ist es, den Zentralort für Senioren und Kinder sicherer zu machen“, erläuterte am Donnerstag zur Urkundenunterzeichnung Merzenichs Bürgermeister Peter Harzheim. Dazu hat man die wichtigsten Alltagsziele älterer Menschen in der Kommune ermittelt und gleichzeitig die Wege auf Gefahrenpunkte und Barrierefreiheit untersucht.

Zusätzlich haben Kinder der 3. Klassen ihre Großeltern befragt, um so weitere Anregungen zu sammeln. Die sollen nun in einen Maßnahmenkatalog einfließen, der von der Gemeinde dann Schritt für Schritt umgesetzt wird. Harzheim: „Wir haben schon in der Vergangenheit sehr intensiv daran gearbeitet, den Zentralort barrierefrei zu gestalten.“ Das geht in vielen Fällen mit ganz einfachen Mitteln — zum Beispiel der Absenkung von Bürgersteigen. Überhaupt ist es ein Ergebnis der Untersuchung, so auch Hans-Willi Weingartz von der Verwaltung, dass mit geringem Aufwand Gefahrenstellen schnell beseitigt werden können.

So zum Beispiel in der Burgstraße, wo vor einem Haus der Bürgersteig zu schmal war. Dort werden jetzt mit Markierungen die Fußgänger über die Straße geleitet — gesichert durch eine Warnbake. Weitere Erkenntnis: Die Bürger fühlen sich in ihren Anliegen ernst genommen. Das sieht auch Theo Jansen vom Verkehrsverbund Rhein-Sieg so, der das Netzwerk Verkehrssicherheit koordiniert. Jansen: „Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch der Erfahrungsaustausch mit den anderen Kommunen. So kann jeder von jedem lernen.“

Für die Kinder, die an der Großelternbefragung und einem Malwettbewerb teilgenommen hatten, präsentierte Jansen noch eine kleine Überraschung: Fahrradhelme und Schulbeutel in Warnfarben. Die Ergebnisse der Befragung sollen im Januar auf einer gesonderten Veranstaltung vorgestellt werden.

(bugi)
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