Bundesligist: Merkens Ringer vor Premiere in der Arena Kreis Düren

Bundesligist : Merkens Ringer vor Premiere in der Arena Kreis Düren

Premiere für den Ringer-Bundesligisten: Zum ersten Mal verlässt der RC CWS Düren-Merken seine kleine Mehrzweckhalle für einen Heimkampf, in der der alteingesessene Club normalerweise seine Heimkämpfe austrägt.

Gut 250 Fans passen in die enge Halle, erzeugen dort Gänsehautatmosphäre mit Höllenlärm. Am Mittwoch empfangen die Kämpfer aus dem kleinen Dürener Stadtteil den KSV Witten in der Arena Kreis Düren. Um 14.30 Uhr beginnt der Kampf. Die Hoffnungen der Merkener ruhen auf einer Kulisse von mindestens 500 Zuschauern, vielleicht sogar 1000. Die neue Kulisse und die vielleicht vielen Zuschauer sorgen nicht für wackelige Knie bei den Erstliga-Ringern, sondern für Vorfreude: „Vor so vielen Zuschauern zu ringen, wird bestimmt schön“, freut sich Merkens Ringer Kai Stein.

Klare Ausgangslage

Und Walter Menzel, beim Ringerclub verantwortlich für das Heft zum jeweiligen Kampftag, sagt: „Zukünftig werden wir besonders attraktive Mannschafts-Ringerkämpfe in der Arena austragen.“ Und der Vergleich mit dem mehrfachen deutschen Meister fällt in diese Kategorie.

Die Favoritenlage ist klar verteilt. Die Gäste aus Witten gingen in den bisherigen Duellen gegen den RC immer als Sieger von der Matte. Zudem haben sie am vergangenen Samstag mit einem Unentschieden beim Tabellendritten — aber nach Minus-Punkten Primus — ASV Mainz 88 aufhorchen lassen.

Die Saisonbilanz ist bisher dennoch etwas durchwachsen. Gut startete er mit einem überraschenden Sieg gegen die Red Devils aus Heilborn in die Saison. Die liegen aktuell auf dem vierten Platz. Genauso überraschend waren aber die klare Niederlage bei Spitzenreiter Kleinostheim und die knappe Verlustpartie beim Dürener Westrivalen TV Aachen-Walheim. Im Kader des KSV Witten stehen mit Alexander Storck, Ibro Cakovic, Artur Eisenkrein, Nico Brunner, Ufuk Canli und dem aktuellen Juniorenmeister Ramzan Awtaew einige sehr starke deutsche Athleten. Adam Juretzko ist aber nach Ansicht der Merkener der herausragende deutsche Akteur des KSV Witten. Der „Commander“, wie er genannt wird, ist 47 Jahren alt, gehört aber immer noch zur nationalen Spitze. Vervollständigt wird der Kader mit internationalen Ringern, die teilweise noch nicht eingesetzt wurden.

Personalprobleme

Der Kader des Ringerclubs CWS Merken ist dagegen etwas ausgedünnt. Die Personallage ist aufgrund der vielen Verletzungen angespannt, die Aufstellung für die Premierenveranstaltung ein wenig ungewiss. „Jeder hat irgendein Wehwehchen. Wir sind ein wenig vom Pech gefolgt“, berichtet Kai Stein.

Trainer Daniel Anderson verspricht aber: „Wir werden die bestmögliche Mannschaft stellen. Und im Ringen ist nichts ausgeschlossen. Auch in der Außenseiterrolle sind wir nicht ganz chancenlos gegen den KSV.“

Die Flinte wird also vor dem Premierenkampf nicht ins Korn geworfen.

(say)