Aachen: Merkens Ringer Kai Stein behält den Titel

Aachen : Merkens Ringer Kai Stein behält den Titel

Selbstverständlich freute sich Stein über den erneuten Gewinn des Rheinlandmeistertitels. Seine Befürchtungen, nicht gefordert zu werden, sollten sich aber bewahrheiten. Verschwitzt war Kai Stein vom Ringerclub Merken nach den Kämpfen nicht wirklich: Ohne große Mühe gelang dem 25-Jährigen in Kornelimünster die Titelverteidigung.

Im griechisch-römischen Stil bis 82 Kilo hatte es der bundesligaerfahrene Ringer mit drei Kontrahenten zu tun.

Den Auftaktkampf gewann Stein gegen den Ehrenfelder Eduard Petrosyan nach 70 Sekunden. Mit einem Rumreißer brachte der Merkener seinen Gegner zu Boden und konnte ihn dort bis zum zehnten Punkt, der einen vorzeitigen Sieg bedeutete, drehen. Steins zweitem Gegner blühte dasselbe Schicksal: Eniz Yagan vom KSV Krefeld verlor ebenfalls mit 0:10 — das aber bereits nach 22 Sekunden.

Im abschließenden Kampf war Stein diesmal „erst“ nach 36 Sekunden siegreich. Manfred Hüsch vom AC Mülheim gab beim Stand von 0:1 aus seiner Sicht auf wegen einer Fingerverletzung, welche er sich bereits in einem vorherigen Kampf zugezogen hatte.

Insgesamt rund zwei Minuten Mattenzeit waren für Stein deutlich zu wenig. „Das soll jetzt nicht überheblich klingen, aber ich wäre lieber gerne mehr gefordert worden“, sagte er nach Turnierende. Dies war aber erst seine erste Station einer hoffentlich langen und erfolgreichen Serie an Turnieren in 2018.

Einiges vorgenommen hat sich der Athlet für den fünften Mai: Dann finden in Oberhausen die NRW-Landesmeisterschaften statt. Bis dahin will er aber noch weitere Titel sammeln. Dafür nimmt er auch eine weite Anreise in Kauf. In seinem Kalender sind die offenen Landesmeisterschaften in Hessen und im Saarland eingeplant — dort will er sich mit Spitzenringern messen.

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