Merkener Ringer verlieren mit 33:4 in Heilbronn

Deutliche Niederlage : Merkener Ringer verlieren mit 33:4

Die Auswärtsfahrt des Ringerclub CWS Düren-Merken nach Heilbronn hat den Gästen überhaupt keinen Spaß gemacht. Nach dem 3:31 aus der Hinrunde kassierten die Merkener bei den Red Devils Heilbronn, dem Tabellenführer der Ringer Bundesliga Nordweststaffel, eine 33:4-Niederlage.

Dreieinhalb Stunden hinfahren, um 42 Sekunden zu Ringen – das macht überhaupt keinen Spaß. „Dafür opferst du einen freien Tag“, berichtete Ringer Kai Stein gefrustet nach Kampfende. Gegen den deutschen Spitzenringer Pascal Eisele verlor Stein frühzeitig durch eine Schulterniederlage. „Wir sind halt keine Berufssportler so wie die. Sie sind einfach zwei Ligen besser“, stellte Stein die Verhältnisse klar.

Neben ihm ereilte Andreas Enns auch ein frühes Kampfende. Er lief in eine Kopfklammer rein und musste nach gut zwei Minuten seine Niederlage im griechisch-römischen Stil bis 98 Kilogramm gegen Bogdan Eismont eingestehen.

Was Stein aber äußerst missfiel war die Tatsache, wie der Ligaprimus vor heimischer Kulisse mit seinem Gegner umging. In drei Kämpfen, nämlich denen von Timo Moosmann, Markus Knobel und Dennis Rubach, zogen die Heilbronner wohl für das heimische Publikum die Kämpfe künstlich in die Länge.

„Man hat eindeutig gemerkt, dass ihnen vorher wohl gesagt worden ist, dass sie ein wenig piano machen und uns auch ein wenig am Leben lassen sollen. Das finde ich grob unsportlich“, ärgerte sich Stein.

So forderte die Mattenleiterin zum Beispiel Merkens Moosmann auf, im Kampf aktiver zu werden. „Wir können nicht mehr als ringen. Und wenn du gegen solche Spitzenathleten ringst, hast du einfach keine Schnitte“, hatte Stein für diese Aktion kein Verständnis.

Während die Merkener mit dem RV Lübtheen um den Klassenverbleib kämpfen werden (beide sind punktgleich, Merken hat aber den direkten Vergleich auf seiner Seite), sind die Red Devils auf dem besten Weg, die Playoffs der besten acht Teams zu erreichen. Dort werden sie aber dann voll ringen müssen und haben keine Möglichkeiten mehr für eine gute Show.

(say)
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